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Am Abend des 10. Jänners packte ich noch meine letzten Sachen: ein paar T-Shirts und vor allem kurze Hosen. Irgendwie seltsam mitten im Winter die Shorts aus dem Kasten auszugraben. Schwer vorstellbar, dass es um diese Zeit irgendwo so warm sein kann, dass man diese Sachen tragen könnte. Wie dem auch sein, nachdem der Koffer geschlossen und dreizehn Kilo schwer war, verabschiedete ich mich noch von meinem Dad und den übrigen Verwandten, bevor ich zu Sonja fuhr, um dort die letzten Stunden vor der Abreise zu verbringen. Neben Sonja war ja noch ihr Dad mit von der Partie, nicht zuletzt deswegen, weil es seine Tante war, die uns Unterschlupf bei unsererm Ziel in Melbourne gewähren sollte. Gegen 22 Uhr Abends konnte ich dann doch noch einschlafen, da wir bereits um 1 Uhr morgens wieder raus mussten. Diese vier Stunden waren schnell um, und so war es auch, dass ich zu dieser Zeit meine Mutter abholen musste, da sie und meine ältere Schwester Doris, die in Voitsberg wartete, uns nach Wien zum Flughafen brachte.
Gegen zwei Uhr waren wir dann auch schon auf der Autobahn unterwegs, um schließlich, Viertel nach vier, in Schwecht anzukommen. Nach dem Abschied von Doris und Mom hieß es zunächst einmal warrten. Erst fünfzig Minuten nach Ankunft war der Check-In, und weitere 2 Stunden später das Boarding. So saßen wir um halb acht in unserem 320er Airbus der British Airways um in Richtung London zu starten. Für Sonja und ihren Dad war es das erste Mal im Flugzeug, doch die größere Nervosität machte sich bei mir breit. Keine Ahnung warum, aber ich schätze Mal, dass da ein wenig Flugangst, oder zumindest ein gewisser Respekt. Was
auch immer.
Jedenfalls rund eindreiviertel Stunden später war das "Aufwärmen" beendet und wir landeten in London-Heathrow. Nachdem wir unser Gate für den Weiterflug ermittelt hatten, konnten wir erstmals unsere Gedanken sammeln, da es ja eigentlich noch relativ früh war. vor uns lagen ja immerhin noch mehr als 23 Stunden Flug. Es war an der Zeit, sich der "englischen" Umgebung anzupassen. Alles, was das Auge zu lesen bekam, war in Englisch verfasst. Ich bekam meine ersten Zqeifel, ob ich mich überhaupt noch in dieser Sprache ausdrücken konnte. Jedenfalls bestiegen wir um halb 1 (oder war es doch 11:30) unseren großen "Vogel", die 747- Boeing der Quantas Fluglinie. Meine Hoffnungen auf einen Platz am Notausgang zerschlugen sich, dennoch war ich froh darüber, dass wir zumindest eine eigene dreier-Reihe hatten und das Flugzeug mit einem gar nicht mal so schlechten Entertainment-System ausgestattet war. Nachdem wir abgehoben hatten gab es zunächst einmal Essen. Eine gute Gelegenheit, meinen angeschlagenen Magen zu beruhigen. Anschließend widmete ich mich meinem Bildschirm. Mit einer Integrierten Fernbedienung war es möglich, sie die aktuelle Flugposition auf einer virtuellen Landkarte anzeigen zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt waren wir irgendwo zwischen Polen und Moskau. "Prima" dachte ich mir. Das könnte noch länger dauern. Da wir der Dunkelheit quasi entgegenflogen dauerte es auch nicht lange, bis es dunkel wurde. Schlafen konnte ich aber trotzdem nicht so gut. Also sah ich mir "Simpsons - The movie" - natürlich auf englisch. Wie ich später rausfinden sollte konnte man für die meisten Filme die Sprache auch auf Deutsch umstellen. Aber das war ja nicht Sinn der Sache. Langsam würde ich müde, und so schlief ich zumindest für ein, zwei Stunden ein.
Als ich zu mir kam, flogen wir gerade "neben" dem Himalaya vorbei zu unserer Zwischenstation nach Hongkong. etwas verwirrt, musste ich auf der Flugroute festellen, dass es bald wieder hell sein würde (Tag-Nachtzonen waren eingezeichnet). Und tatsächlich dauerte es nicht lange, bis die Sonne wieder aufging. Also landeten wir gegen 9 Uhr morgens Ortszeit in Hongkong. Etwas verwirrt, stiegen wir aus dem Flugzeug aus um uns kurze Zeit später wieder durchchecken zu lassen und das Flugzeug wieder zu betreten. Nach einstündigen ZWischenstopp und einer Flugzeit von 15 Stunden von London nach Hongkong ging es die letzen neun Stunden nach Melbourne. Gott sei Dank vermochte ich
es, vier Stunden davon zu schlafen. Auch Sonja und ihr Dad konnten ein wenig ruhen, ehe wir fünf Stunden vor dem Ende den X-ten Snack serviert bekamen. Nun dauerte es nicht mehr lange, und wir würden über Australien fliegen. Zwei Stunden später flogen wir tatsächlich über australischen Boden und wieder wurde es dunkel. Meine innere Uhr war stehen geblieben bzw. wusste nicht mehr, was z.ur Hölle da los war. Gegen 21.30 Uhr Ortszeit verließen wir das Flugzeug um zunächst
unsere Einreisekarte abzugeben. Nachdem wir unsere Koffer geröngt hatten durften wir endlich raus. Draußen am Ausgang erwarteten uns auch schon Sara, die Tante von Sonjas Dad Goran, und Dragan, der Sohn von Sara, um uns noch am gleichen Abend zum ersten Event in Melbourne zu bringen..
TO BE CONTINUED