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...durch Session Timeout meinen Blogeintrag verloren... und dabei wollte ich wirklich wieder mal was schreiben... :/
Tja, ein Weilchen ists her, seit dem letzten Eintrag, ABER:
Der Blog funkt wieder und auch ich hab schon eine kleine Reminder Liste, was so in den nächsten Tagen folgt:
Herbst 2007
Erkenntnisse für 2008
Vorschau Australien '08
Weihnachten und Wintersport
Silvester

Oben zu sehen: Der Sonnenuntergang in der Heimat, fotographiert mit neuer SLR-Kamera.
Bis demnächst.
Das sollte uns doch zu schreiben geben...
Jaja, in den letzten Monaten habe ich dem ersten Teil unseres Blognamens alle Ehre gemacht. Still war ich im wahrsten Sinne des Wortes... und es gibt wieder einiges aufzuholen...
Man könnte meinen, smi und ich seien verstorben, oder schlimmeres (?). Nein, dem ist nicht so... wir sind bei bester Gesundheit (obwohl das bei smi relativ ist) und voller Lebensmut. Allerdings bin ich noch intensiv mit meiner Diplomarbeit beschäftigt, wodurch sich, jedesmal wenn ich einen Blogeintrag verfassen möchte, mein schlechtes Gewissen meldet... Man sollte die Zeit doch sinnvoll nutzen. Obwohl Bloggen in meinen Augen noch immer hundert Mal sinnvollere Tätigkeit als CSI schauen is... ui ui... ich seh' schon verteidigende Wortgefechte der Liebhaber solcher Serien auf mich zukommen ;)...
Nein, also, der Grund warum ich nicht geschrieben habe, war einerseits die DA, andrerseits die mit dem Schreiben verbundene asoziale Haltung gegenüber meiner Umwelt. Hier musste ich eine Reise absagen, dort eine Festival, da wieder eine Party auslassen. Und wer mich kennt der weiß, dass ich ungern derartige Amüsements und soziale Freizeitbeschäftigungen auslasse. Im Gegenteil, ich sehen mich teilweise regelrecht danach. Man kann sich also ausmalen, wie besch*ssen die Zeit für mich ist, in der ich zu Hause vorm PC sitze und tippe...
Aber genug der Entschuldigungen... ich gebe zwar ungern leere Versprechungen ab, aber einige Rückblicke warten darauf verfasst und publiziert zu werden... seid gespannt...
Des Weiteren wartet nächste Woche eines der "Main-Events" des Jahres auf mich/uns. Zumindest hat es in meinem Terminkalender bereits einen fixen Termin erhalten... Mariazell, auf ein Neues... diesmal von meiner Haustür weg...
Unser bloggerische Existenz jährt sich Ende August ebenfalls... zum Jubiläum bin ich grad auf Pilgerschaft, aber vielleicht vergisst ja mein "Partner" nicht darauf ein paar resümierende Worte zu verfassen...
so long...
Eigentlich stand hier ja, dass ich morgen (d.h. heute) etwas schreiben
werde. Trotzdem traue ich mich auch jetzt noch nicht richtig. Die richtigen
Worte zu finden ist nicht leicht.
"Georg Danzer ist tot", tönt aus den Boxen.
deswegen also "Weiße Pferde" zuvor im Radio, dachte ich mir. Und
irgendwie trifft's mich. Unverständlicherweise mehr als erwartet.
Hätte es mich nicht so getroffen, wenn ich in letzter Zeit nicht so viele von seinen Liedern bewusst und oft gehört hätte? Keine Ahnung. Dass ich Danzer in der Playlist hatte und habe, war doch eher Zufall... kein bestimmter Grund eine Auswahl seiner Lieder in die Playlist aufzunehmen.
Und trotzdem hab ich beim Laufen gegrinst, als „suche nette Partnerin zum Bumsen“ den Weg in die Gehörgänge findet, oder auch beim „Wixerblues“ geschmunzelt (kann mi ja doch ab und zu damit identifizieren *fg*). Kurze Pausen legte ich ein, als „Weiße Pferde“ im Winamp abgespielt wurde und schaute verträumt aus dem Fenster. Bei „Hupf in Gatsch“ natürlich mitgesungen und mir beim „olten Wessely“ gedacht, wie man nur Texte mit dem Format schreiben und sie dann mit dieser Konsequenz auch rüberbringen kann.
Ich war kein Fan der auf jedem seiner Konzerte sein musste. Eine Soloperformance von ihm hab ich nie gesehen. Ihn selbst nur beim letzten A3 Konzert, was einfach nicht dasselbe ist.
Es gibt unzählige Nachrufe, von denen die ihn besser kannten. Von denen die ihn als Musiker, Familienmitglied, Künstler, Intellektuellen und Freund kannten. Ich kannte ihn nicht und versteh‘ wahrscheinlich auch nicht alle seine Texte, trotzdem hat mich sein Tod nicht kalt gelassen. Im Gegenteil.
Danke für deine Musik, deinen Weitblick. Mach’s gut Georg Danzer.
„sag mir woran,
woran meine liebe glauben wir noch
woran meine liebe glauben wir noch
woran meine liebe glauben wir noch“
Tja lang, lang ist's her seit dem letzten Eintrag.
Doch was schreiben? Neulich ist mir wieder mal wieder was aus meinem Leben untergekommen, an das ich mich sehr gerne zurück erinnere. Eigentlich ist es ja in einer Diskussion mit einem Kumpel um die derzeit niedrigen RAM Preise gegangen (irre Diskussionen, ich weiß).
Und dabei ist mir mein alter 486er "Hefn" eingefallen. 1995. Mein erster PC, 50 Mhz DX, mit 12 Jahren. Und der hatte noch unglaubliche 4 MB-RAM in seinem System. Damals war noch alles so extrem spannend, was nur im entferntesten mit PCs und dergleichen zu tun hatte.
Zwar war ich schon länger stolzer Besitzer eines NES (Nintendo Entertainment System), trotzdem war ich begeistert, welch graphische Wunderleistungen schon damals mit so einem Gerät möglich waren. Da war es auch nicht verwunderlich, dass ich dann mal zum Libro marschierte (für alle Ortskundigen: Der war damals noch im Eck in der Köflacher FUZO, neben dem Tunner Intersport, den's ja auch schon nicht mehr gibt, egal). Auf alle Fälle war es dort: DAS Spiel. Star Trek: A final Unity.
Schnurstracks steuerte ich auf das Regal zu und nahm die Schachtel in die Hand. Mir war damals schon bewusst, dass man bei einem PC ja auf die Konfiguration achten muss, und nicht wie beim NES "kaufen -> reinstecken -> süchteln" konnte.
"Mindestvoraussetzung: IBM kompatibler PC, 486 DX 66, 8 MB RAM, Grafikkarte mit mind. 512 KB RAM". OMG. 8 MB RAM!! Das kann's ja wohl nicht sein, dachte ich mir. Nun gut, die 16 Mhz, die schenk ich mir. Aber woher soviel Arbeitsspeicher nehmen, wenn nicht stehlen? Ich wusste ja nicht Mal, wo ich sowas überhaupt herbekommen könnte. Schließlich kaufte ich das Spiel dann nicht. Ich hätte aber gerne meine hart ersparten 649 Schilling ausgegeben. Wie dem auch sei. Da ich zu dieser Zeit sowieso immer Rat bei meinem Onkel suchte, weil er sich doch auskannte, und wusste, was er tat, wenn er den PC bediente, erzählte ich ihm meine Leiden. Doch ihr werdet es nicht glauben: zwei Wochen später war mein Geburtstag, und
meine Verwandten kauften mir doch tatsächlich 4 MB RAM, vier Riegel, denn damals hatte der PC noch 8 Steckplätze für den Speicher. Nur einen Tag später hatte ich auch schon das Spiel gekauft und verbrachte Tage und Nächte damit zu spielen.
2007. Morgen sollte ein Paket kommen. Sonja und ich haben uns einen Laptop gekauft. Der hat 2048 MB Arbeitsspeicher. Wahrscheinlich läuft auf diesem Teil das Spiel nicht mehr, weil er, so wie alle anderen auch, zu schnell geworden ist...
Als ich es tat, war's mir gar nicht bewusst... Aber jetzt... Boah... Prinzipiell sollte es ja jeder Mann auf seiner ganz persönlichen ToDo-Liste haben. Ich hab jedenfalls heute ein dickes Häkchen daneben gesetzt:

P.S.: Teil 2 der Rückblickserie ist in Arbeit... heute eventuell sogar noch fertig...
Das einzig Sinnvolle, das ich aus dem Film „The Time Machine“ (Simon Wells) mitnehmen konnte, war die Feststellung, dass wir doch alle unsere kleinen Zeitmaschinen hätten. Der Film, ein durchwegs maues Werk, beinhaltet die Botschaft – die meiner Meinung ruhig mehr zur Geltung kommen könnte – dass die Erinnerung die Zeitmaschine in die Vergangenheit wären, wohingegen Träume uns in die Zukunft blicken lassen. Ich habe den Originaltitel von H.G. Wells (unter anderem auch bekannt durch „Krieg der Welten“), leider nicht gelesen, aber die durchschnittliche Schauspielerei eines Guy Pearce (der mir in Memento sehr gut gefällt) rettet die Kinoadaption des Romans auch nicht. Vielleicht sollte man sich einfach nicht auf Wells Romane einlassen. Ich erinnere bei dieser Gelegenheit an die desaströse „The war of the worlds“ Verfilmung (Tom Cruise lässt grüßen) und neuzeitliche Interpretation des genreprägenden Schriftwerks.
Worauf ich hinaus will? Letztendlich bin ich noch immer das versprochene „dicke Review“ der letzten Wochen schuldig. Den Entschluss zum Schreiben hatte ich ja in der näheren Vergangenheit mehrmals gefasst. Inhaltlich war ebenfalls der Weg zur Reproduktion der Ereignisse geebnet.
Eine Woche verstrich.
Auch die zweite verflog.
Kein Eintrag.
Dabei dachte ich beinahe jeden Tag über einen zukünftigen Blogeintrag und dessen Inhalt nach. Je mehr ich im Verlauf der Zeit nachdachte, umso mehr veränderte sich meine Sichtweise des erlebten. Der Blick auf die jeweilige Situation, auf die beteiligten Menschen… es veränderte sich, permanent. Wann bekommt man demnach einen Moment wirklich zu fassen? Rein objektiv vielleicht schon, als Individuum wahrscheinlich nie. Scheint zumindest so. Heißt dass, das die Vergangenheit, obwohl sie schon passiert ist, sich mit der Gegenwart verändert? Wir verändern uns, und damit auch unsere Vergangenheit. Man könnte zwar zurückreisen, und rein faktisch betrachtet würde es vielleicht gleich ablaufen, trotzdem sähen wir diese Vergangenheit mit anderen Augen, da wir selbst ja anders wären… Schön langsam beginne ich zu verstehen, was Prof. Lesch (Alpha Centauri @ BR) damals mit der Zeitreisetheorie meinte.
Teilweise bereue ich meine Inkonsequenz beim
Schreiben der Einträge.
Zum Beispiel kann ich die Energie vom Naked Lunch
Konzert vom 13. März nurmehr schwer weitertransportieren. Trotzdem wird es mir
ewig in Erinnerung bleiben, da es eines von zwei Konzerten war, die bei mir
Gänsehaut verursacht haben. Ich weiß nicht wie diese vier Kärntner es geschafft
haben so eine unheimliche Energie mit ihrer Musik freizusetzen, aber ich bin
froh, dass sie es tun. Und sie machen es großartig. „God“, „Stay“ und „The
Retainer“, als die musikalischen Sinnesschmeichler wurden so grenzgenial
dargeboten, dass nur ein Besuch eines ihrer Konzerte – in der Größenordnung „P.P.C“
– ans Herz gelegt werden kann. Vom handfesten Gitarrenrock bis hin zu einem
sphärisch Sound (der irgendwie doch an
Sigur Rós erinnert) unterstrichen von elektronisch/akustischen Experimenten.
Der kalte Studiosound des Albums – der an sich schon Lust auf mehr macht –
beschreibt die Schönheit (ich kann es nicht anders nennen) der Klänge nicht mal
annähernd. NL ist eine Liveband, bzw. eine Band die man Live sehen MUSS.
Normalerweise schwärme ich von Bands nur ganz selten so uneingeschränkt. Wer
sie jedoch live erlebt hat, wird mir uneingeschränkt recht geben. Dank gilt
auch D., der mich spontan (trotz immensem Zeitmangel) dazu animiert hat dieses
Konzert zu besuchen.
Neben dem phantastischen (nein ich werde es nicht mit „f“ schreiben!!!) Konzert, gestaltete sich der Tag überaus ansprechend, mit herrlichem Sonnenschein. Dabei vereinfachte sich die Ausarbeitung von „Technologiemanagement“ nicht unbedingt. Was mir noch auffiel: Wir haben/hatten scheinbar im Gegensatz zum neuen Campusgebäude der FHJ Graz, akuten Frauenmangel. Dies sticht erschreckenderweise schon nach wenigen Minuten unübersehbar ins Auge...
Am darauffolgenden Mittwoch, begaben wir uns
in die Minoritensäle in
Graz. Sören Kierkegaard
wurde gelesen und sogar teilweise verstanden. Im sehr familiären Umfeld
las und besprach man, warum der Tod der denn Motivator für’s Leben sei. Es wurde auch aufgeworfen, dass wir in einer permamenten Situation des Verzweifelns sind. Da
wir ja nicht so sein wollen wie wir sind, und nach etwas streben, bei dessen
Erreichung wir wieder verzweifeln, weil wir nicht mehr die sind, die wir waren,
bevor wir dies erreichten… Alles nicht ganz so leicht zu kapieren, aber
deswegen nicht minder interessant. Da der Tod für mich sowieso ein
interessantes und diskussionswürdiges Thema darstellt, kam mir diese
Lesungsreihe (smi hat schon davon berichtet) gerade recht. Meiner Meinung nach
sollte es mehr Veranstaltungen dieser Art geben, die vielleicht in weniger
gehobenem Rahmen ausfallen. Auch das Ambiente einer Selbsthilfegruppe hat etwas
die durchwegs engagierte und positive Stimmung getrübt. Ein Forum mit
Diskussion und Debatten, sowas fehlt… sehr… vor allem im Bezirk… wird sich aber
kaum etablieren. Jedenfalls war es eine Erfahrung die ich mit Freude gemacht habe
und kann nur sagen: Mehr davon… einen alten Hobbyphilosophien würde es freuen
;)
Öh, ja… am Donnerstag (15.03.) blieb ich dann
doch mal zu Hause.
Schließlich gab’s für die FH auch noch genügend zu tun
(erstes Kapitel der DA, Ausarbeitungen, etc.).
Leider war diesmal und unerwarteterweise das ORF-Fernsehprogramm (unter
anderem wegen dem Ernährungsschwerpunkt) zu – ja man glaubt es kaum – gut, um
es nicht zu konsumieren. Wenn man schon mal mit den Dokumentarfilmen „We feed the world“ und „Super Size Me“, garniert mit
der neuen Satiresendung „Die
vier da“, serviert bekommt, kann man sich ja fast nicht der guten alten Glotze
verweigern.
Exkurs „Die vier da“: Rupert Henning, Thomas Maurer, Florian Scheuba und Erwin Steinhauer schlüpfen jeden Donnerstag (ca. 22:00 Uhr) in unterschiedlichste Rollen und präsentieren bissig-satirisch Themen der österreichischen Medien- und Politwelt. Dabei proklamieren sie in einer Sendung, alle österreichischen Tages- und Wochenzeitungen zu viert zu gestalten (Stichwort: „Afro-amerikanischer Asylwerber“) oder persiflieren in einer anderen den Landeshauptmann J.H. und ziehen pikante Vergleiche (Stichwort: „Wolfsberger Prozesse“). Einen Eindruck – der meiner Meinung nach besten Folge bislang – kann man sich bei YouTube machen: http://www.youtube.com/watch?v=1abEu8I7C8w
Bis dato hatte ich „We feed the world“ nur aus einigen Reviews gekannt. Die verhießen Vielversprechendes. Direkt enttäuscht wurde ich nicht, aber auch nicht überwältigt. Das liegt vermutlich an dem Dokumentarfilm von Nikolaus Geyrhalter namens „Unser tägliche Brot“ (Alternativlink: http://www.unsertaeglichbrot.at/jart/projects/utb/website.jart ), dessen kommentarlose Bildgewalt (und ähnliche Thematik) mich letztes Jahr auf der Diagonale 2006 dermaßen beeindruckt hat, dass ich bis heute davon schwärmen muss.
Im Schubertkino ergatterte ich im letzten
Moment eine Restplatzkarte und durfte mich in die zweite Reihe setzen. Die
Leinwand also
mehr über, als vor mir. Während des Films herrschte absolute
Stille. Kein Diagonalebesucher gab auch nur den kleinsten Ton von sich. Bei
einer besonders einprägsamen Stelle drehte ich mich kurz um und blickte in die
Gesichter der Leute hinter mir: Gebanntes Staunen, vor Entrüstung verzogene
Mundwinkel, angewiderte Minen, von der Leinwand abgewendete Gesichter. „Ja, es
ist wahr. So geht es in der Nahrungsmittelindustrie zu. Was dachtet ihr denn?“,
ging durch meine abgeklärten Gedanken. Ich überspielte damit aber nur, dass es auch
mir in einen kleinen Schock versetzte. Auch diese betonte perfide Perfektion
der Maschinen verblüffte mich immer wieder aufs Neue. WIR Konsumenten sind
DAFÜR verantwortlich. Hut ab. Auf das können wir wirklich stolz sein.
*kopfschüttel*
Dieser Film, in dem kein einziges Wort gesprochen wird, kein so genannter Experte uns mit – ach so schlimmen – Zahlen überhäuft, keine Ortsangabe gemacht wird und keine einzige Textzeile über das Bild huscht, ließ auch den hartgesottensten Aktivisten und Diagonalebesucher nicht kalt. Das schöne an dem Film: Er klagt nicht an. Es gibt im Gegensatz zu „We feed the world“ oder auch „Darwin’s Nightmare“, keinerlei Schuldzuweisungen. Weder auf den großen Nestlé Konzern, noch auf irgendeinen ausbeuterischen Staat wird mit dem anklagenden Finger gezeigt. Trotz der durchaus hohen Qualität der beiden oben genannten Dokumentarfilme dieses Genres vermag „Unser täglich Brot“ etwas zu schaffen, um dessen Suggestion sich die anderen beiden hart bemühen und nicht annähernd so gut hinbekommen: Man weiß um seine persönliche Verantwortung. Man fühlt sich nicht nur betroffen und denkt sich: „Jo, is eh schlimm, owa, wos sull ma mochn?“. Nein, diese Stimmung im Saal 1 des Schubertkinos, war von einer betrübten Nachdenklichkeit geprägt, deren Nacherzählung nahezu unmöglich erscheint. Man weiß dass man Schuld an der jetztigen – und ich kann es nicht anders ausdrücken – perversen Situation ist. Nikolaus Geyrhalter übertreibt nicht in seiner Bildsprache. Er zeigt nicht besonders grausame Szenen. Er zeigt die Realität. Auf die Frage, warum denn keine Ortsangaben gemacht wurden, antworte er knapp, damit, dass es keinen Unterschied mehr mache, wo diese oder jene Szene in Europa passiert. Die „Produktionsstätten“ seien völlig austauschbar. Soviel zum momentanen „Ja, natürlich“ Wahn… (Die hochgezüchteten, antibiotika-verseuchten Schweine, hatten mit ihrem Bauer nicht so viel Freude, wie das Werbeschweinderl ;)).
Lange und ausgiebige Diskussion folgten dem Film postwendend. Ich kann ihn nur mit Nachdruck jedem ans Herz legen. Meiner Meinung nach sollte er verpflichtend im Biologieunterricht (o.ä. Unterrichtsgegenständen) an den Schulen vorgeführt werden und eine dementsprechende Diskussion beigefügt werden.
„Super Size Me“ geht in eine etwas andere
Richtung. Es zeigt den selbstlosen Selbstversuch eines mitdreißiger New Yorkers, der sich 30 Tage lang nur von McD Futter ernährt. Nebenbei versucht er
seine tägliche Bewegung auf ein Minimum zu reduzieren. Dieser Dokumentarfilm
arbeitet sich „etwas“ plakativer durch
die Ernährungsthematik und stößt die
größte Fast-Food Kette unseres Planeten im wieder vor den Kopf. Auch der Film
ist phantastisch gemacht und schockiert so richtig. Was mich allerdings stört
ist die Simplifizierung des Problems auf eine Fast-Food Kette. Der
durchschnittliche euroamerikanische Liebhaber solcher „Imbissbuden der Moderne“,
könnte unter Umständen die Message falsch verstehen und sich denken: „Also wenn
ich die Fast-Food Ketten meide, dann passiert mir das auch nicht.“ Genau liegt
aber der Hund begraben. Morgan Spurlock
benutzt diese Restaurants (in dem Fall eben McD) nur als plakativen Träger.
Als Hyperbel sozusagen (um mir einen Begriff der Literatur zu leihen). Hätte er mehr darauf gepocht, dass es eine solche
Ernährung allgemein eine ist, die durchaus tödlich sein kann, hätt er des Pudels Kern
besser getroffen. Aber ich verstehe auch seine Beweggründe: So wird die
Botschaft transportiert und so kommt sie (mit größerer Sicherheit) an.
Sofern ich mich erinnere verlief der Freitag
unspektakulär. Alleinig die Präsentation der Technologiemanagementthemen („Schnittstellenmanagement
im Innovationsprozess“) ist erwähnenswert. Obwohl, naja…
Lobenswerterweise meldete ich mich schon zu Beginn des Semesters für eine Präsentation unseres jahrgangsumfassenden Projektes aus der Lehrveranstaltung „eBusiness 2“. Als Programmmanager (also quasi – zusammen mit A. – der Chef der Truppe) verpflichtete mich das förmlich dazu. Daneben tat ich es aus freien Stücken (man bedenke, es war schließlich ein Samstag), da ich dieses Projekt als sehr gelungen – in der Aufgabenstellung, wie auch in der Durchführung – empfand. Und sowas kann man dann auch guten Gewissens nach außen transportieren.
Tja, der Wille war da. Das Publikum „eher“ nicht. Zwanzig Minuten vor insgesamt vier Leuten zu präsentieren, war durchaus NICHT in meinem Sinne.
Zumindest konnte ich noch ein paar Leute animieren sich andere Vorträge von IMA (Informationsmanagement @ FH-JOANNEUM Graz) anzuhören.
Tja...
Eine durchwegs ereignisreiche Woche. Leider hab ich wieder mal nicht alle kritischen Elemente einfließen lassen, aber naja… kommt bestimmt noch…
Apropos kommt bestimmt noch: Teil 2 (mit Kalenderwoche 12 und eventuell 13 in Kombination) folgt…
Ich war ja schon immer Blogger. Früher in Buchform, heute halt digital.
Fast auf den Tag genau vor 15 Jahren entstand einer meiner ersten Einträge in meinem Tagebuch:

Für alle, die meine Schrift nicht entziffern können:
"Heute waren wir bei meinen Großeltern. Bei der Oma sind wir Pop gefahren. Dann gab es Mittagessen. Danach sind wir zu meiner Tante gefahren, zu einer Schmuckparty. Dann sind wir nachhause gefahren."
Zunächst möchte ich mich bei meiner Volksschuldirektorin bedanken, die uns immer wieder ermutigte Einträge zu schreiben, damit wir später schöne Erinnerungen an unsere Kindheit haben.
Der Eintrag an und für sich ist ja gespickt von Schmanckerln. Schon mit acht Jahren war "Pop" kein Fremdwort mehr ;-). Ganz zu schweigen von den Wortwiederholugen. Doch ich war meiner Zeit vorraus: die neue Rechtschreibung war mir schon zu dieser Zeit ein Begriff (nachhause ;-) Aber: Was zum Geier hab ich auf einer "Schmuckparty" verloren!? WTF? Naja, wenigsten kann ich mich nicht mehr daran erinnern.
Über drei Jahre hat es ohne Macken seine Dienste versehen und so heißt es nach gemeinsamen 120.000km Abschied nehmen: das Lovemobile geht in den Ruhestand.
2003, die Zeit vor dem Bundesheer gelang es in meinen Besitz, dort mutierte es vom roten IIer Golf zum "Lovemobile", dank der purpurroten Sitzbezüge, die dann später doch etwas "sportlichere" ersetzt wurden.
Vor allem im Winter war die Action garantiert, man wusste nie, ob man es ohne Ketten den Berg hinauf schaffen würde. Doch dank nagelneuer Winterreifen schaffte ich es, gänzlich ohne auszukommen. Nie vergessen werde ich jenen Tag, wo ich einen Zettel auf meiner Windschutzscheibe fand, wo draufstand: "Ich bin leider in ihr Auto reingefahren". Doch die Delle wurde rasch repariert und nach einer ordentlichen Politur, die ich ihm regelmäßig verpasste, glänzte er wie am ersten Tag.
Schließlich wurde auch noch ein PC mit Monitor eingebaut, den ich aber wenig später wieder ausbauen musste, da die Anzeige nicht "Autotauglich" war.
So bin ich seit dem heutigen Tag wieder auf vier neueren Rädern unterwegs und hoffe, dass dieses auch so zuverlässig ist, wie mein Gölfi...
Mittlerweile ist seit meinem letzten Eintrag fast ein Monat vergangen. Genug des Schweigens. Es warten vier Artikel auf Veröffentlichung inklusive Beschreibung zu den durchgeführten Blogumstellungen und mehr...
Möcht' wissen ob uns noch jemand treu geblieben ist, nachdem wir den Blog lange offline hatten und ebenfalls schon länger nix mehr geschrieben haben (zumindest ich)... Wenn nicht, auch kein Problem, hauptsächlich schreibe ich ja um ein kleines Tagebuch zu haben.
Aber ich tease mal meine nächsten Einträge an:
- Borat
- Generationen...
- Egozentrik vs. Altruismus
- Was ich damals sagen wollte...(ich erinnere an einen der ersten Einträge)
so long, Ohren steif halten...
...wenn dir plötzlich bewusst wird, was dieser Mensch eigentlich geopfert hat, nur damit andere zufrieden leben konnten und du ihm nie gedankt hast?
... du arbeitest bei der Bezirkshauptmannschaft. Es ist Dienstag. Du bist daf?r zust?ndig, F?hrerscheine auszustellen. Pl?tzlich betritt ein Mann den Raum... (weiter)
Da ich nun endlich auch zuhause seit mehreren Tagen Besitzer von ADSL bin, hab ich schon die Vorz?ge dieses Umstands kennengelernt... (weiter)
Die letzte und die kommende Woche war und ist gepr?gt von Abschied... (weiter)
Mein Nachhauseweg von der Arbeit ist rund 55 km lang. Und in den zwei Jahren, die ich da so unterwegs bin, bekommt man doch einiges (unglaubliches) zu sehen... (weiter)