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Es wird wieder Zeit...

| autor: Itchy | datum: 08. Oktober 2008 - 23:12 Uhr |

Time to blog...


Freiraum für Gedanken... as thestandard says...



life is a play; game the play

| autor: Itchy | datum: 17. März 2008 - 01:53 Uhr |

Bereits zwei volle Monate in der Arbeitswelt und der erste Lack bröckelt ab. Nicht bei mir, nein bei der Fassade die Vorstellung vom Job nannte. Nicht die Tätigkeit und die Arbeit an sich. Die sind größenteils in Ordnung (natürlich gäbe es immer etwas zu beanstanden), aber das Arbeiten per se "nimmt" mich etwas her. Nicht dass es überanstrengend wäre, keineswegs, aber es schränkt die Freizeit und die freie Zeit für mich selbst immens ein. Momentan ist das noch alles schwer zu schreiben. Ich sollte dies tun, wenn ich wieder die richtigen Worte finde.

Deswegen nur ein kurzer Überblick:

  • erster Autoerwerb gescheitert (ein sechsmonatiges Versprechen wurde mir gegenüber gebrochen)
  • zweiter Autoerwerb erfolgreich. Das Ford-Focus-lein ist mein
  • Umsiedelung in der Firma. Bin jetzt einen Stock weiter rauf gekommen und das Büro hat sich vergrößert.
  • Auf die Big Days (Microsoft) sollte ich nicht vergessen
  • FM4 Literaturwettbewerb mitmachen - Thema "verspielt"
  • Das "Experiment" läuft ebenfalls seit 14. Jänner => Kein Alkohol (bis auf ein Pufferbier) pro Fortgehen zu trinken. Kürzlich J. und B.s Geburtstagsfeier stand meinem Durchhaltevermögen die härteste Probe bevor. Grundsätzlich ist aber interessant unser soziales Verhalten zu beobachten und zu merken wie alkoholdominiert "Fortgehen" eigentlich ist.
  • ...
  • ... tbc

I hob in Kalender gschaut...

| autor: Itchy | datum: 28. Januar 2008 - 01:50 Uhr |

...heit geht da Wind

Gestern, Heute, Morgen

Der heutige Tag hatte etwas Bizarres, etwas das schon fast an Surrealität grenzte. Nach dem gestrigen - eher müden - Maturaball öffneten sich meine schlafgetrübten Augen gegen 12:00 Uhr mittags. Die in meinem Hirn abgespeicherte Tätigkeit konnte auch nicht durch den konsumierten Wein (der mir übrigens nach je zwei Achterl rot bzw. weiß nicht mehr schmeckte) verdrängt werden wodurch ich mich noch im Stande sah, das Mittagessen zu kochen... Mehr oder weniger, denn der Mix aus Wein und Bier hatte vom Vortag trotzdem bzw. die eigentlich erwarteten Nachwirkungen ausgelöst... Leichte aber deswegen nicht minder unangenehme Kopfschmerzen. Zudem schien es so als würde mein Hirn beim Aufstehen um ein paar km/h zu langsam beschleunigt werden, was wiederum leichte Schwierigkeiten bei der Interaktion in meiner vertikalen Lage mit dem horizontalen Fußboden verursachte. Da sich innerhalb dieser Sekunden wohl kaum das Erdmagnetfeld umgepolt und zurückgepolt hatte, ist die Ursache der aufgetretenen Gleichgewichtsprobleme ebenfalls dem Wein zuzuschreiben. Und da jede Ursache gemäß einem der grundlegendsten Gesetze der Physik immer eine Wirkung nach sich zieht, musste ich mich erst sammeln.


Irgendwann und irgendwo hatte ich den Entschluss gefasst in gewissen Dingen um einiges kürzer zu treten. Vor allem in Sachen unnötige und schädliche Genußmittel. Da macht mir meine momentane Lebensfreude leider gewaltig einen Strich durch die Rechnung. Natürlich gibt es auch Möglichkeiten beides nahtlos zu vereinen, nur scheint der Entschluss zwar meinerseits verbal formuliert zu sein, hat sich aber dennoch nicht im Bewusstsein, geschweige denn im Unterbewusstsein verankert.


Grundsätzlich war der Ball in Ordnung, nur haben mir die Gespräche und auch die Gesichter meiner Generation gefehlt. Gut, mein Ball liegt bereits sechs Jahre in der Vergangenheit, aber immer noch im Bereich 'da kann man noch hingehen ohne als Elternteil von jemanden bezeichnet zu werden'...


Zurück aber zum heutigen Tag. Nachdem ich feststellen musste, dass mein verfrühtes (fünf Stunden Schlaf sind eindeutig zu wenig) Aufstehen zwar lobenswert, aber fast schon unnötig war, sank ich demotiviert auf der Küchenbank nieder... Kein Strom, keine Möglichkeit zum Kochen, kein Kaffee *grml*. Dabei hatte ich mir schon ein neues, eigenes Rezept zurechtgelegt. Deftig aber sicherlich ein Gaumenschmaus. Curryputenbrust mit Ei (alá French Toast), gebraten und garniert mit Chilli con carne. Durch die unerwartete Stromlosigkeit konnte ich nur resignierend denken: 'Phantastisch, heute wird uns wieder mal unsere Abhängigkeit und Ohnmächtigkeit unter die Nase gerieben, aber so richtig'.


Der Blick nach draußen zeigte nur wie die gewaltigen Sturmböen auch die mächtigsten Bäume in der Umgebung wie Gräser im leichten Frühlingswind aussehen ließen. Der Blick nach draußen war allerdings nur halb so beeindruckend wie die Kombination mit dem akustischen Erlebnis. Man musste sich rausstellen, hören, fühlen, sehen und riechen. Diese - ich formuliere jetzt absichtlich überspitzt - Endzeitstimmung brachte Urinstinkte der menschlichen Natur zum Vorschein, die schon längst verkümmert und in Vergessenheit geraten waren. Es ist keine Angst, kein Respekt vor dem Naturschauspiel, eher etwas schwer zu erklärendes... Innerlich wird man gewarnt und ist trotzdem leicht paralysiert, dahingehend, dass es eine Faszination ausübt der man sich nur schwer entziehen kann. Vielleicht ist es bei mir soetwas wie Bewunderung der Kräfte von Pacha Mama. Da wir uns ja gern als Krönung der Schöpfung betrachten und manch einer unserer Gattung ein Ego hat, welches ihn vor sich selbst gottesgleich erscheinen lässt, zaubert mir ein Tag wie heute immer ein gewisses Schmunzeln auf die Lippen. Die Machtlosigkeit trotz all unseres Wissens gegenüber der Erde und ihren Gewalten ist denkwürdig. Ändert sich nur eine der fixen Lebens- und Umweltskonstanten in der Gleichung in der wir als Variable auf dieser Erde eingefügt sind, sind wir quasi plötzlich nicht mehr mehr als Gatsch bzw. Kohlenstoffgatsch.


Schönheit

Trotz der widrigen Umstände beinhaltete die äußere Umgebung eine schwer zu erkennende Schönheit. Der Lärm der im Hintergrund durch entfernten Druckausgleich (mehr ist ja 'Wind' nicht) enstanden ist und sich durch ein permamentes deutlich hörbares Brummen manifestiert hat. Die Sonne die ihre Strahlen nur ganz verstohlen durch die schwelende Wolkendecke zauberte und die Landschaft in Schattennuancen legte wie sie sonst das gesamte Jahr nicht zu sehen sind. Ähnliche (Sinnes)eindrücke wurden nur bei der damaligen Sonnenfinsternis 1999 geweckt. Dort gab es zwar keinen Wind und keine Böen, dafür in kürzester Zeit einen Temperaturabfall und eine verstörende Dunkelheit, die einen so schnell nicht mehr los lässt. Ich werde niemals die Stimmung der mehreren hundert Menschen vergessen, die mehrheitlich den schwarzen Kreis mit der goldenen Korona betrachtet haben. Das tat ich zwar auch, aber ich war schon damals mehr an den Reaktionen der Menschen auf das Ereignis interessiert, als am Ereignis selbst.


Vergänglichkeit

Vielleicht ist dies einer der wenigen Momente wo sich zeitgleich viele Menschen ihrer eigentlichen Sterblichkeit bewusst werden und so etwas wie eine kollektive Ernüchterung eintritt.


Ich habe 2007 so viel wie noch in keinem Jahr davor über das Leben nachgedacht, philosophiert, diskutiert und reflektiert. Aber ich habe das Leben auch gelebt und kann mich nur dem Dialog aus der Serie 'Six Feet Under' von Nate Fischer und einer Bikerin anschließen:


Bikerin: 'Mein Mann sagte immer, lebe jeden Tag so als wäre es dein letzter. Wissen Sie auch warum er damit recht hatte?'


N. Fischer: 'Weil es wirklich dein letzter sein kann.'


Wirkt, wenn man es nur runterließt, wie die Binsenweisheit die jeder schon gehört hat aber niemals verinnerlicht hat. Die Szene aus der Folge (S2/E8 oder E9), insbesondere dieser Dialog haben so etwas unheimlich Echtes und Ehrliches. Zum ersten Mal dringt diese Phrase tiefer in die Ratio ein. Man verarbeitet sie und wird sich dessen wirklicher Bedeutung bewusst. Vor allem an so einem Tag wie heute, wo die nicht vorhandene Verfügungsgewalt über unser eigenes Leben bzw. Ableben uns deutlicher als unser Spiegelbild vor die Nase gehalten wird.


Noch 36 Stunden

| autor: smi | datum: 09. Januar 2008 - 18:34 Uhr |

Dear readers,

nur noch wenige Stunden, bis wir nach Wien aufbrechen. Leider hat den Jürgen die Grippe erwischt. Auf diesem Wege alles Gute.
Hab jetzt mal meine Kasten durchforstet nach brauchbarer Bekleidung. Draußen hats derzeit Minusgrade und ich hab meine kurzen Hosen mal rausgefischt. Eigentlich voll irre, man kann es sich ja gar nicht vorstellen, dass es jetzt irgendwo Hochsommer ist. Wie dem auch sei, das letzte Mal für zwei Wochen hab ich fürs Internat gepackt. Da war die Sache noch relaxter, weil ich ja wusste, was mich erwartet. Haber jetzt. Irgendwie ist ein wenig die Angst vorm Ungewissen da, trotzdem kann die (Vor)freude dies nicht mehr trüben. Mal abgesehn von meiner... naja Flugangst würd ich jetzt nicht sagen, sondern eher "Flugrespekt". Alles in allem sind wir ja rund 26,5 Stunden unterwegs. Daher werde ich wohl noch ein paar Gadgets einpacken, wie den Laptop. Weiters haben ich und Sonja uns mal ne zweite Compact Flashkarte besorgt. Was fehlt da noch? Keine Ahnung, die letzte Chance, was einzupacken hab ich ja morgen Abend nach dem Arbeiten, und dann gehts los. Werde versuchen, vorher noch was zu schreiben, ansonsten meld ich mich selbstverständlich aus Down Under. bye.

Und weiter gehts

| autor: smi | datum: 31. Dezember 2007 - 12:19 Uhr |

Tja, was gibts zu erzählen? Die meiste Zeit im Herbst fand man mich im Büro wieder. Beruflich gabs Viel zu tun. Daher rückten soziale Tätigkeiten im weiter in den Hintergrund. Sportlich liefs ganz gut, wobei meine Verletzung nun entgültig der Vergangenheit angehören durfte. Ich absolvierte eine schmerzfreie Herbstrunde beim Fussball. Schon spannender dürfte da 2008 werden: Nachdem ich zu Weihnachten endlich wieder mal auf den Skiern stand, beginnt das neue Jahr mit einem Hammer: mein Schatz und ich fliegen für zwei Wochen nach Australien. Am 11. Jänner gehts los: Wien - London - Hong Kong - Melbourne.
Weitere Berichte in diese Richtung werden folgen. Danach steht im Februar das Ländermatch Österreich - Deutschland am Programm das ich mir vermutlich live in Wien ansehen werde. Etwas später im Mai ist dann unser heuriges Klassentreffen in Barcelona geplant. Und dann gehts
los: DIE EM! Jawohl. Zum ersten Österreichspiel gegen Kroatien werde ich mitm Ichty nach Wien fahren und uns das Ereignis mal von der Nähe- sprich im Stadion - ansehen. Somit hat das erste Halbjahr 2008 schon einiges zu bieten. Auf alle Fälle wünsche ich euch einen guten Rutsch ins 08er Jahr, wir hören uns bald.

Mhm... ja... es is a Zeiterl her...

| autor: Itchy | datum: 11. Dezember 2007 - 19:23 Uhr |

Wir sind wieder da. Nach sehr langer schriftlicher Abstinenz versuchen wir uns wieder im digitalen Tagebuch schreiben...

Es gibt viel zu erzählen... seid gespannt.


Neues...

| autor: smi | datum: 08. Oktober 2007 - 19:15 Uhr |

... gibt es wenig.
Dafür einfach wieder einmal eine Gesamtsituationschilderung.

  • Wochenende: Feuchtfröhliche Begießung meines 18. (oder so) Geburtstages, bis 04:30 noch im Stau, wo ich eigentlich selten bis gar nicht mehr hingeh.
  • Wochenende II : Spiel gegen Preding mit 11:1 gewonnen, wie immer kein Tor von mir. Somit der Letzte der Stammelf ohne Treffer. Btw: is auch nicht mein Job ;-)
  • Seit 3. Oktober offiziell Ingenieur. Kann mir zwar nix kaufen davon, dafür ist meine Unterschrift jetzt so richtig lang ;-)

Aussichten:
  • ... am Samtag Spiel gegen Gratkorn, um den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren. Ein Punkte wäre sensationell.
  • ... nächste Woche dann die besagte Schulung in Wien.

Weitere Infos folgen. Bin derzeit ein wenig ausgelastet, "bessere" Berichte folgen demnächst...

Was bleibt...

| autor: smi | datum: 28. September 2007 - 22:07 Uhr |

Ähm... ja, also bevor hier jetzt bald entgültig alles aus den Rudern läuft,
will ich doch wieder mal was posten.

Einfach mal ein Überblick, was denn so los ist:

  • Morgen Kick gegen den Tabellenersten Gr.St. Florian
  • Anschließend Weinlesefest in Leutschach bei meine Kumpel Stefan
  • Dienstag... was war doch da schnell? Ich glaub, das findet heuer nicht statt, weil ein Schaltjahr ist....
  • Nächste Woche Schulung in Wien von 16. - 19. oktober (Vossman besuchen, den alten Sack :)

Die standesgemäßige Frage "Und sonst so?" würde ich, wie immer mit "jo eh" beantworten, wobei des eigentlich sehr treffend ist. Besser könnte es immer laufen. Wenn ich heute beispielsweise 130 Mio. Euro bei Euromillionen gewinnen würde. Wäre das besser? Aus finanzieller Sicht sicher. Aber viele neue Probleme würden entstehen. Doch damit könnte ich leben :-P
Im Ernst, beruflich läuft alles bestens, und stehe vor neuen Herausforderungen, um es vorsichtig auszudrücken. Privat alles im Butter. Aber irgendwie fehlt... Zeit. Zeit, mal wieder was konstruktives zu machen. Das mir die Zeit zum bloggen fehlen würde, wäre gelogen. Ganz ehrlich. Eigentlich habe ich in den Abendstunden eh Zeit, doch jetzt, wo es früh dunkel ist, ist es schwierig, was anzufangen, ausser im Haus zu hocken. Soziale Kontakte pflegen. Das wär mal was. Freunde anrufen.
Einfach mal fragen, wie es den Leuten so geht. Btw: Wollt gestern meinen alten Zimmerkollegen aus dem Internat zum Geburtstag gratulieren. Hebt nicht ab. Dann, um 2 Uhr morgens die SMS: "Bin in Peking" PEKING? WTF? Naja, im Jänner gehts für mich nach Australien, und darauf freu ich mich aber so richtig. Mit meinem Schatz nach Melbourne. Aber bis dahin bleibt noch Zeit. Zeit, die ich nicht sinnlos verstreichen lassen möchte.


Wenn ich dieses Wort schon höre...

| autor: smi | datum: 28. August 2007 - 10:56 Uhr |

Stress macht man sich ja bekanntlich selbst. Stimmt nicht, sage ich. Leider war es im letzten Monat so, dass ich sehr viel in der Firma war, sehr oft sogar bis spät in die Nacht. Soll jetzt aber keine Ausrede dafür sein, dass schon wieder nichts im Blog zu lesen war. Stress und Inkonsequenz bilden eine harmonische Symbiose und eine daraus resultierende Ohnmacht, die nicht gerade förderlich ist für das Wohlbefinden unseres virtuellen Tagebuchs. Und irgendwie vergeht einem die Lust auf alles.

Wie dem auch sei, wie Itchy es schon angesprochen hat, ist es bald soweit: Unser Blog wird 1 Jahr alt. Zwölf Monate voller Ereignisse. Ich war erstaunt, was da alles passiert ist. Wahrscheinlich nicht mehr als sonst auch, aber es war das erste Mal in unserer beiden Leben, dass wir den Verlauf der Geschichte mitdokumentierten. Ein ausführliches Resümee folgt am 31. August, an dem Tag unser Blog aus dem Boden oder besser gesagt aus der Datenbank gestampft wurde.

Da Itchy zu diesem Zeitpunkt aber nicht da sein wird, weil er Buße tut und ihm seine Sünden bei einem Hatsch nach Maria Zell hoffentlich vergeben werden, werde ich wohl allein eine Party schmeißen müssen, in der Hoffnung, dass Jürgen mit genug Material für einen schönen neuen Eintrag für unser "Baby" nachhause kommt.


Die Heimat und ich

| autor: smi | datum: 19. Juli 2007 - 00:26 Uhr |

Voriges Wochenende begaben Sonja und ich uns nach Italien für einen Kurzurlaub am Meer. Wie jedesmal, wenn ich vereise, wusste ich, dass mir bald meine Heimat abgehen wird. Nein, kein klassisches Heimweh in dem Sinne, sondern eher ein Trennungsschmerz, wenn auch nur für beschränkte Dauer. Denn wenn ich mal im Ausland bin, ist es mir egal, ob ich nun einen Tag oder zwei Wochen weg bin. Solange ich weiß, dass ich zurückkehren werde.

Je mehr Länder ich gesehen habe, desto mehr wurde mir klar, dass es für mich eigentlich kaum schönere Länder gibt, als unser good old austria. Zwar bin ich bis jetzt nicht über Europa hinausgekommen, dennoch werd ich im Jänner die andere Seite der Welt erkunden, denn dann gehts ab nach Australien, zur Sonjas Tante nach Melbourne. Und auf diesen Trip freue ich mich jetzt schon wie ein junger Hund. Aber zurück zu den Wurzeln. Schöne Worte hat Gert Steinbäcker über die Steiermark gefunden:

"...Nur i hab’ da meine Wurzeln und meine ältesten Freund’
Einen Platz, wo i mich z’rückzieh’n kann,
wenn Wolken aufzieh’n, bis die Sonne wieder scheint..."


Oder die komplette Combo (STS - I bin aus Österreich):

"...i hab' a Kopftuch auf, a Kippa, einen Steirerhut
Und wo der Wildbach rauscht, da bringt mich keiner fort..."


Btw: Mal abgesehen davon, dass u.a. diese beiden Lieder wieder topaktuell in meiner Playlist sind, werd ich sie mir auch wieder live geben und zwar im Dezember.

Jaja, die "Hoamat". Heute extra länger auf, damit ich mir das Halbfinale zwischen Österreich : Tschechien der U20 WM geben kann. Bin ja auch schon auf die Euro gespannt, weil dort nimmt mich da Nussi dankenswerterweise zu einem Match mit. Wollt jetzt eigentlich net vom Thema abschweifen, aber gedanklich bin ich eh schon beim Match. Werde dieses aber sicher wieder mal aufgreifen - spätenstens zur Euro '08

PS: Werd mich bemühen, wieder öfter zu schreiben, Jürgen hat mich mit seiner Inkonsequenz angesteckt ;-)


Die beste Rhapsodie - und alle singen mit

| autor: smi | datum: 01. Juni 2007 - 22:09 Uhr |

Eigentlich hab ich mir vorgenommen, wieder mal richtig was zu schreiben. Kommt auch bald :)


Zwischendurch ein sehr geniales Video. Ursprünglich ein Song von Queen, der natürlich bei meinem persönlichen Ranking der 10 besten Songs aller Zeiten nicht fehlen darf: Bohemian Rhapsody. 5:55 Minuten Musikgeschichte, die da geschrieben wurden.
Und mit diesem parodiert Rick Miller "the 25 most annoying voices in the music industry" (Sehr genial: Bon Jovi, Rolling Stones und Julio Iglesias)


Hier sollte...

| autor: Itchy | datum: 25. Mai 2007 - 16:01 Uhr |

...bald mal wieder was stehen... wird es auch...

Nennt mich "die Inkonsequenz" in Person... :)

Achja: Heute ist der "Towel Day"... also... alle Hitchhiker und Douglas Adams Fans... holt eure Handtücher raus :)

http://de.wikipedia.org/wiki/Towel_Day


"denn wer sein Handtuch dabei hat, hat die anderen Dinge schon auch, aber gerade nicht dabei... deshalb werden diese ihm gerne geliehen..."


Nothing more to add... still down in any way

| autor: smi | datum: 08. Mai 2007 - 22:22 Uhr |

"I will be chasing a starlight
Until the end of my life
I don't know if it's worth it anymore"


Muse - Starlight


Macht deinen Kopf frei...

| autor: Itchy | datum: 22. April 2007 - 18:42 Uhr |

"Schüttel die Grütze aus der Mütze"

Krieg seit einigen Wochen den Kopf nicht mehr frei. Das ist grausam und blockiert bei allen anderen Tätigkeiten.

Mist...


Startin' over

| autor: smi | datum: 17. April 2007 - 23:03 Uhr |

Tja, nicht immer is alles Eitel Wonne

Zuviele Gedanken auf einmal... tausend Sachen möchte ich schreiben. Einiges geht vor, doch alles zu erfassen fällt schwer. Wo nur anfangen?

Wenn einem ein Gedanke nach dem anderen durch den Kopf jagt, und man zwei Sekunden später schon vergessen hat, was man zuvor eigentlich erledigen wollte. Momentan gehts mir fast so, als wäre mir die eigene
Haut, meine eigene Welt, viel zu klein geworden, um darin selbst Platz zu finden. Man möchte Explodieren, doch gewisse Umstände hindern einen daran. Eigentlich war bis vor kurzem alles passiv, ich ließ alles auf mich zukommen. Doch jetzt drängt sich in mir etwas, dass förmlich nach Aktivität schreit. Keine Minute mehr vergeuden. Jede Sekunde nutzen, um sich selbst zu verwirklichen. Ein unglaublicher Energieanfall könnte man meinen. Aber woher so plötzlich? Der Auslöser? Keine Ahnung. Unglaubliche Freude und doch innere Unruhe... Nervosität, unerklärlich... Ein seltsames und doch so großartiges Gefühl.








... und dann schlägt dein Herz ...

| autor: smi | datum: 12. März 2007 - 22:15 Uhr |

A child's education should begin at least 100 years before he is born.
Oliver Wendell Holmes
Manchmal wäre es doch schön, die Zeit bis ganz an den Anfang zu drehen. Einfach nochmal alles durchleben und vielleicht einiges anders
machen.

Wie oft hab ich mit Itchy schon darüber gesprochen, wie es wohl wäre, nochmals 16 zu sein, allerdings mit den Erfahrungen, die man bereits gesammelt hat. Die Zeit einfach zurückdrehen.

Das hat mich zur Überlegung gebracht, wenn Zeitreisen einmal möglich werden sollten, warum sind sie dann nicht schon geschehen? Wenn es wirklich mögliche wäre, eines Tages in der Zeit rückwärts zu reisen, warum hat es jemand in der fernen Zukunf nicht schon getan?
Fragen, über die ich mich nicht den Kopf zerbrechen sollte. Schon gar nicht um diese Zeit. Aber wenn einen die Insomnie plagt, schwirren einen manchmal schon irrwitzige Sachen durch den Kopf.


Currently reading:

  • NDE - Near death experience

Currently listening to:

  • Dann schlägt dein Herz
  • No one but you
  • People equals shit (Richard Cheese Cover, sensationell)

Upcoming:

  • Vortrag am Mittwoch: Alexander Tschernak, "Philosophie und Gespräch über den Tod": Diesmal mit Sören Kierkegaard.


Aus der Serie: Weisheiten des Lebens (2)

| autor: Itchy | datum: 12. März 2007 - 12:54 Uhr |

"Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derjenigen, die die Welt nicht angeschaut haben."

Alexander von Humboldt




Passend dazu eines meiner absoluten Favourites und doch schon lang nimmer gehört:

Rettet die Wale,
und stürzt das System
und trennt euren Müll,
denn viel Mist ist nicht schön.

Vergeudet eure Jugend,
und sagt nicht Neger und nicht Tschusch,
und seid ihr eures Lebens müde,
legt Hand an euch und macht Schluss.

Bittet selten um Verzeihung,
und füttert Tauben im Park,
und lasst den Kindern ihre Meinung,
oder treibt sie früher ab.


Und nehmt euch an den Händen,
und macht Liebe jeden Tag,
und rettet die Wale.


gustav - rettet die wale




Currently Reading:

  • Theorie der Unbildung (nurmehr 10 Seiten)
  • Noch mehr Zeit für das Wesentliche
  • und jede Menge DWH Bücher

Currently Listening To: Momentan wenig, da der Sandisk Sansa wieder an Amazon zurückging. Mir fehlt der musikalische Begleiter aber schon sehr.

trotzdem:

  • The Von Bondies - C'Mon C'Mon (ist zwar kurz, geht sehr schön ab)
  • Kasabian - Shoot the runner
  • Beck - Nausea
  • Eagles of Death Metal - I want you so hard
  • Muse - Knights of Cydonia
  • The Frames - Finally (FM4 Morning Show Edition)
  • Petsch Moser - Bastard
  • Oli Schultz und der Hund Marie - Dann schlägt dein Herz
  • Alex Kapranos - Sound bites

Lately watched:

  • Spiderman 2 (** out of *****)

drei... und... zwanzig

| autor: Itchy | datum: 08. März 2007 - 18:27 Uhr |

Gestern war es tatsächlich soweit. Ich habe nun das Alter auch kalendarisch erreicht, welches mir seit einem halben Jahr schon im Kopf rumgeistert. Warum ich mir so vorkomme, als wäre ich schon länger 23 ist mir selbst ebenfalls schleierhaft.

Man überschreitet mit diesem Alter eine Grenze.

Der letztendliche Zeitpunkt des Erwachsenwerdens.

Die letzten Attribute jugendlicher Freiheit bröckeln ab. Man wird von seiner Umwelt anders wahrgenommen und will anders wahrgenommen werden. Noch nie war der psychologische Abstand zu meinem achtzehnten Geburtstag so groß.

Hat sich in den letzten fünf Jahren viel verändert?

Habe ich mich in den letzten fünf Jahren viel verändert?

Rückblickend war das Jahr 2002 genauso ereignisreich, wie ich es mir von 2007 erhoffe. Damals mit Maturaabschluss, Führerschein und Bundesheer wurde mir nicht wirklich langweilig. Heuer mit Praktikumsabschluss, Diplomarbeit (inkl. Dazu gehörender Sponsion) und dem ersten richtigen Job, sind unbestreitbare Höhepunkte gesetzt.

Fünf Jahre vor 2002, also 1997 erlebte ich mit meinen kindlichen dreizehn ein nicht minder interessantes Jahr. Zu Hause bekamen wir einen analogen Internetanschluss (80 Groschen die Minute betrug das Verbindungsentgelt damals noch), ich machte meine ersten Fortgeherfahrungen (Schwesterchen nahm mich mit in den „Club Amigo“, damals hieß es noch „Joy“; heute gibt’s schon lange keines dieser Lokale mehr) und küsste – soweit ich mich korrekt erinneren kann – das erste Mal. So richtig halt. Mit Zunge. Yeah ;).

Meinen allerersten Kuss von einem fremden Mädchen bekam ich jedoch schon ein paar Jährchen früher.

Mit unerfahrenen fünf (merkt ihr wie genial ich diesen Übergangsbogen spanne und fünf als zentrales Muster fortführe *stolzaufmichselbstbin*), war selbst die Kindergarten eine von unerwarteten Erlebnissen strotzende Zeit.

Man nutzte den kurzen Zeitraum bevor man das Mittagessen von der Kindergartentante serviert bekam um den anders aussehenden Wesen im Kindergarten etwas näher zu kommen. Keine Ahnung wie man in dem Alter schon checkt, dass das andere Geschlecht interessant sein könnte. Höchstwahrscheinlich haben wir nur die Erwachsenen imitiert. Trotzdem rutschten wir keck von unseren Sesseln unter den Tisch und knutschen, vielmehr busselten herum. Danke Stefanie für den ersten Kuss. Damit bleibst du mir ewig in Erinnerung. Zugegebenermaßen bin deswegen heute noch ein bisserl in dich verknallt *g*. Damals kam ich sogar trotz Zahnlücken an Mädels ran. Funktioniert heut nimmer so easy ;)

1997 war auch das Jahr in dem ich mir den ersten Rausch abholte: Damals gab’s noch die legendären Beach Partys auf dem Pibersteiner See. Nach ca. drei Cappy-Wodka (schon damals war es kein Problem mit diesem Alter an Alkohol zu kommen), war ich einer wundersamen Welt gefangen, in der ich nicht einmal mehr in der Lage war, halbwegs vernünftige Worte zu formen. Beachtliche Schwierigkeiten gab es auch sich dem sich immer öfter herannahenden Boden zu entziehen.

Naja, stolz sollte man nicht drauf sein… die gesellschaftliche akzeptierte Droge Nummero Uno, die teilweise sogar ein Statussymbol, ein Identifikationsmerkmal darstellt, ist vor allem unter Teenagern und Jugendlichen ein nicht kleinzuredendes Problem. Und nachdem ich nicht als schlechtes Vorbild gelten will: Wartet bis ihr’s trinken dürft mit 16, ihr macht es ohnehin noch oft genug… eine Warnung die ich, wenn ich’s einen Wand erzählen würde, wahrscheinlich mehr bewirken würde… egal… aber dem Thema fühl ich mich nicht gewachsen und auch außer Stande ihm im Zuge dieses Blogeintrags zu genügen.

Wie das Leben so spielt, hatte ich nicht nur alle fünf Jahre Höhepunkte. Im Gegenteil. Jedes Jahr war von Ereignissen geprägt, die mich geformt, gefestigt, erfreut, erzürnt, geschockt haben und mir weh getan haben.

Andere werfen am Ende ihres Lebens einen ausführlichen Blick zurück und wägen ihr Leben ab. Meiner Meinung nach sind dabei zwei essentielle Dinge die sie falsch machen: Sie tun es erst am Ende ihres Lebens und sie wägen ab.

Warum erst am Ende? Warum nicht jeden Tag? Wie kann man sich denn selbst kennen, wenn man das nie tut? Wir können uns selbst erst durch die Erlebnisse die wir sammeln – und zwar täglich – definieren. Jedes Gespräch, jedes Lächeln, jede Träne, jeder Schrei, jeder Atemzug erzählt uns eine Geschichte. Wir müssen nur zuhören.

Man kann seine Taten / sein Verhalten nicht abwägen. Die Welt von "Gut" und "Böse aka Schlecht" funktioniert nur in Hollywood...

Wie oft habe ich mich gedanklich in eine gewissen vergangene Situation versetzt und mir gewünscht, ich könnte meinem damaligen Selbst auf die Schulter klopfen und sagen: „Jetzt darfst du ja nicht nachgeben / die Wahrheit sagen / lügen / …“.

So viele Gelegenheiten würde es geben, von denen ich im Nachhinein weiß ich habe sie verpasst.

Und trotzdem finde ich alle Hochs- und Tiefs die ich erlebt habe waren genau richtig. Sonst wäre ich nicht der Mensch der ich heute bin.

In vielen Situationen hätte ich mir mehr Selbstbewusstsein mehr Schlagfertigkeit in meinen Teenagerjahren gewünscht. Nur ist dies eben eine Eigenschaften die man nicht einfach hat, sondern sich erarbeitet. Und das über Jahre.

Was mir immer wichtig war, ist der Umgang mit Menschen. Der Mensch braucht andere Menschen, and so do I. Keine Ahnung, aber viel zu selten habe ich die Dankbarkeit gezeigt die ich vielleicht sollte. Bei meinen Freunden, bei meiner Familie.

Vor allem bei meiner Familie: Diese Freiheit, aber gleichzeitige Sicherheit und diese unerbittliche Unterstützung in all dem was ich mache und gemacht habe, ist nicht selbstverständlich. Mir wird erst jetzt so richtig bewusst, wie aufopfernd und selbstlos sie sind. Und das ist kein Standard „meine Eltern sind so super" Gequatsche. Ich meine es so, Wort für Wort. Sie fanden immer die perfekte Balance zwischen Restriktionen und Freiheiten und haben sich selten eine Schwäche – auch wenn es ihnen noch so schlecht ging – anmerken lassen… *Hut zieh*

Auch meine Sister ist die Beste. So einen herzensguten Menschen gibt’s ganz selten auf dieser von Egoisten und Egozentrikern bewohnten Welt. Oft hab ich mit mir ihr gefetzt und gestritten und trotzdem kann sie mir selten eine Bitte ausschlagen… Ich sollte das vielleicht nicht so oft ausnutzen :).

Ohne meine Freunde, wäre meine Welt genauso leer wie ohne meine Familie. Sie haben mir mehrmals den Rücken gestärkt und mir aus der Scheiße geholfen, ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein. Thanks mates.

Nachdem ich diese Burschen von dreiunzwanzig Jahren, zehn respektive dreizehn Jahre kenne und mit ihnen somit mehr als mein halbes Leben (und alles Freud und Leid) geteilt habe, sind sie für mich schon längst wie Brüder.

Shit, ich dachte nicht, dass der Eintrag so sentimental wird *g*.

Doch es gibt noch einen weiteren Aspekt in meinem Leben, der mich mehr als nur geprägt hat. Obwohl ich nie der „Mega-Checker“ in Sachen Frauen war, begleiteten sie mich doch ständig in der einen oder anderem Form, ab meinem dreizehnten Lebensjahr. Für einen Mann wird das Leben durch Frauen erst richtig Lebenswert. Da wird die männliche Leserschaft jetzt durchgehend nicken, schätze ich.

In all den Jahren hab ich viel von ihnen und durch die verschiedenstartigen Beziehungen mit ihnen gelernt. Ich habe verarscht und wurde verarscht, ich habe verletzt und wurde verletzt, ich ‚zauberte’ Mädels Tränen in die Augen und hab auch selbst schon mal was im Auge gehabt, sodass es so aussah als würde ich heulen (;)). Trotz (oder gerade wegen) der nicht so angenehmen Momente, war es pausenlos spannend und aufregend.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Mädels bedanken, die ich kennen lernen durfte… (tschuldigung, wer mich jetzt mit dem depperten Grinser sehen könnte, würde mir eine reinhauen… *in Erinnerung schwelg*)

Also danke an: S., A., J., E., E., S., S., P., E., M., S., E., H., S., B., K., S., A., D., E.,... ;) leider fallen mir bei weitem nicht mehr alle ein.

Ich blicke auf mein Leben keineswegs reumütig zurück und denk mir: „Ach, was war ich denn naiv“, denn alles was man aufnimmt (in welcher Form auch immer), verändert einen. "Menschen ändern sich nicht, sie werden nur älter", heißt es.

Ich glaube Menschen ändern sich ständig und merken es nicht....

Die Frage stellt sich momentan in allen Medien, warum man überhaupt vom klassischen Tagebuch, in den Hype des Bloggens verfallen kann, und seine Gefühle und Gedanken mit einem meist unbekannten Klientel an Menschen teilt. Auch ich wollte nich auf diese Schiene aufspringen (deswegen ist sa.at auch erst 2006 entstanden) und beäuge es nach wie vor sehr kritisch, obwohl es vermeindlich so aussieht, als gäbe ich viel von mir Preis.
Nebenbei führe ich jedoch noch ein 'klassisches' Tagebuch. Meiner Meinung nach kann man die beiden Arten des Schreibens / Publizierens nicht annähernd vergleichen. Während in den Blogeinträgen vieles mit einem Augenzwinkern versehen ist, ist das Offline-Tagebuch eine kritische Reflexion mit mir selbst, dessen Inhalt nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist und den auch keiner verstehen würde.

Jedenfalls, wenn ich nur ein kleines Schmunzeln während des Lesens auf die Lippen zaubern konnte, dann waren die zehn Minuten investierte Zeit, nicht umsonst, oder?

Und niemals vergessen:
"Es sind nicht die Jahre des Lebens, sondern das Leben in den Jahren"


What the fuck... is goin' on...

| autor: Itchy | datum: 07. Februar 2007 - 13:52 Uhr |

In den letzten drei bis vier Wochen träume ich so intensiv wie noch nie. Es sind vielleicht nicht wirklich Albträume (ich bevorzuge irgendwie die alte Schreibweise "Alpträume", weil mir die neue einfach Tränen in die Augen treibt, aber scheinbar ist die 'neue' überall eingebürget), aber die zu überschreitende Schwelle ist nicht wirklich groß. Liegt es an irgendwelchen Ereignissen? Unverarbeiteten Geschehnissen? Nicht dass ich wüsste... zumindest nicht bewusst. Etwas scheint in mir zu graben. Leider kann ich den Verursacher auch nicht wirklich genauer einkreisen, da meistens alle mir bekannten Personen in unterschiedlichen Rollen auftauchen und die Charaktere sich während des Traumes ebenfalls ständig ändern. Sehr sick, das Ganze. Witzigerweise sind mir die Schauplätze ebenfalls bekannt, nur passen sie überhaupt nicht zum Szenario.

Wo ist der gute, alte Siggi, wenn man ihn mal braucht. Sollt vielleicht mal doch seine Traumdeutungsreihe lesen, die bei mir im Zimmer hauptsächlich als Staubfänger agiert.


Frage an die seriöse Forschung und Wissenschaft: Wann wird endlich ein Gerät erfunden um seine Träume aufzuzeichnen? Damit würden Filme und Kino glaub ich überflüssig werden... holla...


Gefangen in mir selbst...

| autor: Itchy | datum: 06. Februar 2007 - 21:35 Uhr |

Dachte ich wirklich es wäre alles in Ordnung?

Wie konnte ich nur. Dabei weiß ich doch schon seit Jahren, dass ein ständiger Zustand der Zufriedenheit in mir, alles andere als Zufriedenheit auslöst.

Im Gegenteil, Zufriedenheit wird von mir ständig kritisch von der Seite beäugt.

Dabei hätt’ ich doch wirklich Grund zu Freude: Das Praktikum ist beendet, die Diplomarbeit beim Durchstarten, gesundheitlich fühl ich mich pudelwohl…

Trotzdem. Irgendwas passt nicht. Es ist wie „der kleine Kratzer am Gaumen, der verheilen würde, wenn man nur aufhören könnte, ständig mit der Zunge daran rumzuspielen“.

In letzter Zeit habe ich mich sowieso wieder in meine wortkarge Lethargie verkrochen. Kurzzeitig überwältigen mich solch depressive Phasen und ich kann nichts dagegen machen. Sie kündigen sich – unfreundlicherweise – auch nicht an. Könnte alles mit einem kleinen psychischen Schaden zu tun haben. Denk ich mir als Hobbypsychologe jetzt einfach mal. Dass ich damit nicht alleine bin, beruhigt mich nur vordergründig.

An einem Tag so gut drauf, dass - wäre ich von einem Auto überrollt worden – hätten die Rettungskräfte mich überraschenderweise mit einem Lächeln auf den Lippen vorgefunden.

Am nächsten kehrt sich die innere Stimmung ins Gegenteil und es pisst mich sprichwörtlich alles an. Egal wer mir da in die Quere kommt, der bekommt sein Fett weg. Vor allem ich selbst. Überbordende Selbstkritik. Ständig kreist sie wie ein gefräßiger Geier über meinem Haupt.

Dieses dauernde Hin- und her ist vielleicht das signifikanteste Zeichen meiner vorhandenen Inkonsequenz bei gewissen Dingen. Sprich, ich kann mir nicht einmal ein dauerhaft schlechtes Gewissen einreden / machen. Es wird am nächsten Tag / im nächsten Moment von einem Schwall überschwänglicher Glückgefühlen weggespült. Ich schieb es mal auf die Hormone, obwohl ich aus der Pubertät schon seit einigen Jährchen draußen bin ;).

Mir kommt es so vor als befände ich mich momentan an einem wichtigen (nicht nur wegen dem hoffentlich baldigen akademischen Abschluss) Punkt der ausschlaggebend für mein weiteres Leben sein wird.

Zum ersten Mal im Leben, leb’ ich nicht nur passiv, ich fange viel mehr Zusammenhänge zu sehen, viel mehr zu erfassen. Durch diese Aspekte ist es mir auch möglich in gewissem Maße steuernd einzugreifen. Die Scheuklappen sind abgelegt: Komm’ her wirkliche Welt.

Die Stimmungsschwankungen resultieren wahrscheinlich auch aus der Tatsache, dass mir mit jeder Sekunde klarer wird, was der Satz „es sind nicht die Jahre des Lebens, sondern das Leben in den Jahren“, zu bedeuten hat. Natürlich verstehe ich ihn semantisch. Aber was es heißt, diese (für mich ist es eine) Philosophie wirklich zu leben, durchdringt mich momentan sehr stark.

Weniger als eine Woche habe ich nicht wirklich was mit Menschen unternommen, sehr wenig Konversation betrieben (aufgrund von Recherche-Tätigkeiten für meine Diplomarbeit und anderen Dingen), bin am Wochenende nicht fort gegangen und… und… es bringt mich fast um. Das ist jetzt bewusst drastisch formuliert. Ich kann es selbst kaum erfassen. In den letzten Wochen, war ich kaum einen Tag wirklich zu Hause / wirklich allein. Nach meiner Erfahrung kamen mir 3 -4 Tage für mich gerade recht. Dachte ich zumindest. Mich auszutauschen, unterwegs zu sein, zu reden, Spaß zu haben, neue Leute kennen zu lernen, zu diskutieren, zuzuhören, zuzusehen… dies alles wird zur Leidenschaft von der ich nicht mehr loslassen kann. Warum ich das gerade jetzt so stark, so prägend empfinde, weiß ich auch nicht. Es gefällt mir. Ich will mehr.

Diese Leidenschaft steht allerdings im krassen Gegensatz zu meiner anderen – mehr oder weniger neu entdeckten – Passion. Dem Schreiben. Dass „die Feder mächtiger als das Schwert ist“, war mir natürlich auch bekannt. Was es jedoch wirklich bewirken kann überrascht mich immer wieder. Vor allem seit ich ein bisserl über Karl Kraus gelesen habe. Zwar war es eine komplett andere Zeit, wenn nicht andere Welt, aber sich damals kein Blatt vor den Mund nehmen erforderte sicherlich mehr „Eier“ als heutzutage. Würde er heute Leben wäre er bestimmt Blogger, obwohl’s ihm jetzt schon wieder zu wenig avantgardistisch wär’.

"Satiren, die der Zensor versteht, werden mit Recht verboten." - Fackel 309/310 40; Pro domo et mundo

Einer der exzentrischsten und kritischsten Zeitgeister der österreichischen Literaturgeschichte. Mit solch einem Geiste mal im Ledercouchsessel bei einem Zigarillo und schwarzen Kaffee diskutieren, des wär’s. Oder nur eine seiner Vorlesungen besucht zu haben.

Oder nehmen wir Helmut Qualtinger, dessen „Herr Karl“ ja weitläufig bekannt ist, führt dem Durchschnittsbürger den Spiegel vor’s Gesicht und persifliert wunderbar wankelmütige Sinneshaltungen. Trotz älteren Inhalts, lässt sich das genauso, wenn nicht mit noch durchdringender Schärfe auf das Heute abbilden. Das „Fähnchen in den Wind stellen“, ist immer noch eine beliebte Disziplin.

Es bleibt in diesem Eintrag nicht verborgen, dass meine Gedanken derzeit kreuz und quer durch meinen Kopf marschieren. Sie wollen raus, sie wollen auf verständigen Widerhall treffen und nicht ungehört in der Ferne vergehen.

Obwohl ich mit meiner Entscheidung des Studiums derzeit sehr wohl fühle, und auch nicht unzufrieden darüber bin (wer mich kennt der weiß, ich habe schon anders gedacht), drängt in mir etwas in eine andere Richtung. Die Verknüpfung von Wirtschaft und Technik interessiert mich nach wie vor brennend, ist aber durch weitere Aspekte bereichert worden. Darauf gehe ich aber ein anderes mal ein, das würde den Rahmen des Eintrags sprengen.

Bezugnehmend auf die derzeitige Klimadiskussion und die abgesegnete (bzw. eigentlich im deren Auftrag durchgeführte) Studie der UNO, wird’s auch noch was geben. Bin mir ziemlich sicher, die Gretchenfrage des Klimaproblems adäquat beantworten zu können. Seid gespannt.

Höre atm: „Eagles of Death Metal – Want you so hard“, ansonsten "Arcade Fire", "Franz Ferdinand", "Johnny Cash", "CCR", viel "Pink Floyd", "The Good, the Bad and the Queen", "Desert Sessions", "Rockabillystation @ Pandora"

Lese atm: „Theorie der Unbildung“ , „Don Quixote“, „Data Warehousing Strategie“,…


Upcoming: Morgen kicken? DA weitertreiben? BP Berichte schreiben?! BP Präsentation vorbereiten?! DA Zeitplan überarbeiten?! Utensilien einkaufen?! Gedanken machen über das Leben, das Universum und den ganzen Rest? Blogengine überarbeiten?! Lj Seite endlich fertig umbauen?!... *seufz*

P.S.: Mir fällt gerade auf, nach ungefähr sechs Monaten "silentalarm.at", dass ich noch extrem wenig zu meinen Lieblingsthemen "Musik" und "Moving Pictures" geschrieben habe. Im großen und ganzen fällt mein Mitteilungsbedürfnis im Blog geringer als erwartet aus. Sollt sich ändern. Notiz an mich: Muss sich ändern...


P.P.S.: Freu mich schon gewisse Leute wieder zu sehen. Zeit wird's :)


P.P.P.S: Mach dich endlich wieder an die DA. Fauler Sack.


Aus der Serie: Weisheiten des Lebens (1)

| autor: Itchy | datum: 22. Januar 2007 - 10:42 Uhr |

"80% unserer Wahrung ist das, was wir interpretieren"

Vera F. Birkenbihl

Wenn die Tagesplanung übern Haufen geht...

| autor: Itchy | datum: 19. Januar 2007 - 23:13 Uhr |

Heute Vormittag freute ich mich richtiggehend auf Kupfis Geburtstagsparty. Jede Menge Leute, genug zu trinken, vorprogrammierte, interessante Diskussionen, und gaudig as usual.

Offensichtlich schadet zuviel Vorfreude (oder auch das falsche Essen) dem Metabolismus und vor allem der Verdauung. Der Tag drehte sich und wurde von Minute zu Minute beschissener - im wahrsten Sinne des Wortes.

Widerwillig und resignierend griff ich am Nachmittag zum Hörer und musste ihm meine Absage mitteilen. Ich hatte beschlossen, dass es keiner der Anwesenden es amüsant finde würde, wenn ich mich alle paar Minuten auf's WC verabschieden müsste.
Ich hasse Absagen, vor allem in - quasi - letzter Sekunde. Und ganz besonders, wenn man schon zugesagt (und sich darauf gefreut) hatte.


Gut, kann man nix machen. Trotzdem zipft's mich an. Sehr.
Ich nutze den Abend um mich für morgen irgendwie fit zu machen und wieder auf den Damm zu bringen. Die Zeit kann ich ja mit Lesen verbringen, und mit "Theorie der Unbildung" von Konrad Paul Liessmann weitermachen. Ein stimmig geschriebenes Buch zur Vermarktung des "Wissens" in der heutigen Gesellschaft, u.v. anderen Überlegungen. Eine ausführliche Rezension gibt's, wenn ich damit fertig bin und es halbwegs verarbeitet habe :).

Vielleicht bin ich noch irgendwie in der Lage einen inhaltsvolleren/tiefgründigeren Blogeintrag über die letzten Wochen zu verfassen. Es hat sich einiges begeben.

so long...


Aus der Seele gesprochen

| autor: smi | datum: 16. Januar 2007 - 22:37 Uhr |




















I don't quite know
How to say
How I feel

Forget what we're told
Before we get too old
Show me a garden
that's bursting into life


Abgesang...

| autor: Itchy | datum: 16. Januar 2007 - 15:57 Uhr |

Witzigerweise hat es dieses Video schon vor der Wahl gegeben. Trifft jetzt aber genau ins... öhm... Schwarze *hust*


14. Jänner 2007 - 15° C

| autor: smi | datum: 15. Januar 2007 - 23:12 Uhr |

So unglaublich aber dennoch wahr: Am Sonntag waren unsere Kollegas und wir im Freien in kurzen Hosen Fussballspielen statt auf der Piste auf unseren Skiern und Boards.

Diese Wetterlage kann ich eigentlich nur Gutes abgewinnen: Kein Schnee auf den Straßen, kein morgentlicher Stress zur Arbeit zu kommen und nicht einmal eine Jacke nötig... Fast wie im Mai.

Globale Erderwärmung hin oder her, wen kümmerts schon, wenn Orkane Dörfe vernichten, das Polareis bald Geschichte ist, und Küstengegenden bald das Meer von unten sehen dürfen? Klimazonen verschieben sich, die Gletscher verschwinden, keinen interessierts!

Tschorts Dabbl-You, vielen Dank, dass du das Kyotoabkommen gebrochen hast. Immerhin ist dein Land für ein Viertel der Kohlendioxid-Emissionen weltweit verantwortlich, doch du betrachtest Kohlendioxid nicht einmal als klimawirksamen Schadstoff. Hey, dafür darf ich dann meinen Enkeln erzählen, wie schön es doch einst war, Ski auf Schnee zu fahren, auf diesem weißen Dingsda...
Na gut, du hast vor deiner Wiederwahl versprochen dich daran zu halten, aber wir nehmen dir nicht übel. Aus Kyoto auszusteigen ist sicher die "zweitbeste" Lösung. Schließlich ist es eh nichts neues, Wahlversprechen nicht zu halten. Wir in Österreich wissen das.

Doch wo hab ich grad noch angefangen? Ach ja, richtig: die Temperaturen. Die ersten Vorboten der Apokalypse. Zu drastisch? Find ich nicht. Vielleicht helfen ja Tempolimits, die helfen immer und sind die einzige Lösung.
Ich bin ja auch froh, dass in China, wo läppische 1.400.000.000 Menschen leben nur jeder hundertste ein Auto fährt, in Indien immerhin auch mit 1 Mrd. Einwohnern, ist der Schnitt etwas besser. Jeder zweite Mensch hat seine Wurzeln entweder in China oder in Indien. Wie spannend.14 Millonen Schuhe pro Tag und 50 Millionen Kleidungsstücke werden in China täglich hergestellt, im allgemeinen ist der Wirtschaftsaufschwung enorm. Und die Mittelschicht und somit die Anzahl der Autos wächst.
Aber das ist ja alles sooo weit weg! Richtig! Deshalb widmen wir uns den wirklich relevanten Themen: P. Hilton kommt zum Opernball. Wie spannend. Und in China ist ein Sack Reis umgefallen - oh sorry, schweif schon wieder ab.......


06... Dramaturgie des Lebens...[DRAFT]

| autor: Itchy | datum: 03. Januar 2007 - 16:50 Uhr |

Es ist getan. Das Jahr 2006 ist vorbei.
Eigentlich passieren Jahresrückblicke gewöhnlicherweise vor dem Jahreswechsel, aber nachdem der Jahreswechsel selbst nur ein fiktiv festgelegter Zeitpunkt ist, um gewisse Periodizität und somit Struktur in unser Leben zu bringen, sei mir diese Ausnahme vergönnt… Silvester war – im wahrsten Sinne des Wortes – eine Reinigung, ein Neuanfang. Bedingt durch zu viel Alkohol. Ja ich bilde keine Ausnahme, zu Silvester genauso blunznfett zu sein wie wahrscheinlich 70% der mitteleurop. Bvk. Auch mein Individualismus hat Grenzen ;). Im Grunde sind wir doch nur Herdentiere die auf andere psychisch und physisch angewiesen sind, bla bla bla. Punktum, es is einfach a Gaude mit anderen Leuten.

Erase and rewind, because I'm changing my mind...
Aber spulen wir etwas zurück, genauer gesagt ein Jahr und drei Tage. Die der letzte Jahreswechsel fand am Salzstiegl statt. Auch ganz schön flüssig und amüsant, aber 06 auf 07 wird auch zukünftig schwer zu toppen sein, in allen Bereichen. Egal.
Zwotausendundsechs. Ein intensives Jahr und dies nicht nur weltpolitisch, sondern auch für mich persönlich. Seit langem habe ich mich wieder weiterentwickelt. Okay, vielleicht nicht weiterentwickelt (für mich noch etwas schwer fassbar), aber ich habe gelernt. Ich habe einen kleinen Teil des Lebens verstehen gelernt. Die Augen wurden mir zwar sehr unsanft aufgerissen, aber mittlerweile bin ich dankbar dafür. Überaus dankbar. Vor allem im letzten halben Jahr habe ich mehr gesehen und verstanden als die letzten drei Jahre zusammen. Ich bin emotionsvoller, weitsichtiger, hellhöriger, selbstbewusster, aber auch in gewisser Weise kälter geworden. Und ich habe gelernt in gewissen Situationen auf meinen Bauch zu hören, anstatt auf meinen Kopf.
Hab gelernt…
… Risiken einzugehen
… Nicht nachzudenken, einfach zu handeln
… Sich weiter hinauszulehnen, als gut für einen sein mag
… zu Begeistern, zu Enttäuschen, verbissen etwas zu erreichen; In anderen Worten: den Pathos des Lebens zu intensivieren.

Der Zweiteilung erster Streich
Die erste Jahreshälfte war zwar schön, aber ich fühlte mich blockiert, wie ich es schon mehrmals in Beziehungen erlebt habe. Währenddessen redete ich mir zwar was anderes ein, aber das kennt man ja… Tief drinnen wusste ich, dass es das nicht sein kann. Es drang nicht nur nicht in mein Bewusstsein vor. Es konnte mich nicht wachrütteln. Oder ich wollte mich gar nicht wachrütteln lassen. Darum höre ich seit diesem Zeitpunkt mehr auf mein Gefühl. Trotzdem war die Erfahrung sehr wichtig, wichtig um vor allem mich selbst besser kennen zu lernen. Nur wenn man sich selbst – halbswegs - erfasst kann man sich verändern. Die Veränderung war keineswegs geplant und ist auch nicht wirklich drastisch, aber ich habe nun meine rosarote Brille jugendlicher Naivität größtenteils abgelegt.
Was mir dann doch abging, war der Besuch einer (fast) alljährlichen Musikgroßveranstaltung. Obwohl ich mit zunehmenden Alter lieber Konzerte von meinen Lieblingsgruppen im kleineren Rahmen bevorzuge, ghört ein Festival einfach dazu. Urlaub von Geist und Körper in einer – teils – bizarren Traumwelt, die trotz kompletter Kommerzialisierung/Alkoholisierung noch immer etwas vom Geist der allerursprünglichsten Großveranstaltung verbreitet. Geht es um die Musik? Geht es um die Leute? Ich glaube es ist einfach ein Stück Lebensgefühl oder Lebensqualität (obwohl man ja von Qualität der Veranstaltungen nicht unbedingt sprechen kann). Für mich gibt’s einfach nichts Bereicherenderes (definitiv nicht) als mit Leuten in einer lauen Sommernacht mit einer Gitarre herumzusitzen und über Gott und die Welt zu sprechen. Notwendigerweise müssen keine bewusstseinserweiternde oder –einschränkende Substanzen im Spiel sein.
Mir fehlte auch das Beachen in Lankowitz. Der ungezwungene Spaß am Spiel. Ich habe zwar des Öfteren den Mikasa Ball über das Netz gedroschen, aber es hatte meistens einen fahlen Beigeschmack. Der Früh- und Hauptsommer war sowieso nicht das, was ich mir vorstellte. Außer dass das Wetter nicht mitspielte, und wir bis August am Projekt arbeiteten, hatte er nicht viel. Sei’s drum. Ich war – zumindest vermute ich das – verhätschelt von den Sommern zuvor. Die schon was Grandioses an sich hatten. (Ich erinnere an das Sangria trinken beim gleichenzeitigen Besuch eines Fußballmatches der Lankowitzer Ersten, mitten in der Woche. Es war zwar - wie so oft - mit Alkohol verbunden, aber dabei schwang ein gewisses Gefühl der Unbeschwertheit mit.)
Apropos Fußball. In diesem Jahr entdeckte ich auch meine Leidenschaft für das runde Leder wieder. Nachdem ich aus Verärgerung über die Betreuung und ein paar anderen Umständen, die Fußballschuhe nach zehnjähriger, aktiver Mitspielschaft im WSV Piberstein (Jetzt: FC Lankowitz) im Alter von 16 an den Nagel hing, nahm ich nur hin und wieder an diversen Landjugendturnieren und Freizeitkicks teil. Ich merkte nicht, wie sehr mir das treten des Leders fehlte, bis ich wieder regelmäßig anfing und mehr Spaß und Ehrgeiz als je zuvor dafür entwickelte (im Zuge der wöchentlichen Hallenkicks). Beim alljährlichen Landjugendkleinfeldfußballturnier verließen wir die Arena als ungeschlagener Dritter. Aufgrund von eklatanten Schwächen in der Ausdauer und eines zu dünnen Nervenkorsetts. Vielleicht spielte auch das nicht vorhandene Training eine Rolle. Das soll sich heuer nicht wiederholen. Ich möchte mit den Jungs, dieses verdammte Turnier endlich gewinnen. Erste Etappe dahin ist das Hallenturnier.

Second half
Die zweite Jahreshälfte war hauptsächlich bestimmt durch Berufspraktikum, zu viel Alkohol an zu wenigen Anlässen, Mariazell, Oktoberfest München, meine anhaltende – ich nenne sie jetzt so – Quarterlife Crisis, und die Menschen die ich kennengelernt habe und mich bereichert haben.
Crisis ist vielleicht das falsche Wort. Ich bin einfach an einem Entwicklungspunkt im Leben angekomnen. Grundsätzlich ist es kein Punkt, sondern eine längere Zeitperiode. Wenn alles gut läuft werde ich heuer mein Studium beenden und dann stehe ich nur noch einen Schritt entfernt vom ‚wirklichen’ Leben. Ob ich den Sprung in die Arbeitswelt wage, oder mich noch anderweitig weiterbilde, kann ich zu diesem Zeitpunkt nicht beantworten. Dem Thema werde ich mich ein anderes Mal widmen.

2006 ist passé: Es war nicht perfekt, und auch nicht das mieseste Jahr bislang, aber irgendwie glaube ich 2007 wird guuuuhuuut. Verdammt gut.


Happy 2007

| autor: smi | datum: 31. Dezember 2006 - 19:57 Uhr |

Ich halte mich kurz: Zunächst allen unseren treuen Lesern ein frohes, neues Jahr!

Meinereiner wird heute wohl Mitternacht verschlafen, Grund: Die Grippe rafft mich dahin, geh jetzt schlafen.

cu next year


Über Gott und die Welt, Part I

| autor: smi | datum: 21. Dezember 2006 - 23:16 Uhr |

Der letzte Eintrag von Itchy hat mich inspiriert, einige Überlegungen niederzuschreiben, die das Thema Universum, Tod und Leben umfassen, sozusagen meine persönliche Meinung und Einstellung über diese Themen,
wohin wir (nicht) gehen und warum alles so ist, wie es eben ist.
Wen's interessiert möge auf "weiter" klicken ... (weiter)

Wenn Partys anders als üblich verlaufen...

| autor: Itchy | datum: 19. Dezember 2006 - 20:40 Uhr |

Die Feierveranstaltung (aka Party) die kürzlich (am ersten des Dezembers) bei E. und K. in der Wohnung über die Bühne ging, war nebst genialer Unterhaltung und „ana Fetzngaudi“ auch noch von Diskussionen tiefgründigerer Natur geprägt. Zumindest bei mir. Teilweise.

Am Abend vorher besuchte ich eine der „Sigmund Freud Memorial Lectures“ in einem Hörsaal bei uns auf der FH. Das Thema wurde ‚angeteast’ mit „Gebärneid des Mannes“. Ein solch provokanter Titel erregte natürlich meine Aufmerksamkeit. Wie sollte es anders sein. Kurzum konnte der Vortrag meinem hohen Erwartungsdruck nicht standhalten, sondern enttäuschte etwas. Der Vortragende wollte eher durch die Diskussion Anregungen und Ideen für seine Theorien zu seinem Ödipuskomplex (er nennt ihn Oresteskomplex), in dem man seine eigene Mutter nicht heiraten, sondern töten möchte, erhalten. Scheinbar fehlt mir die nötige Intelligenz, der Weitblick, oder was auch immer, nur kann ich nicht – wie es scheinbar Psychoanalytiker gerne tun – nachvollziehen, warum die orale Phase eine so entscheidende Bedeutung für unsere Entwicklung hat. Man KANN doch nicht alles an Verhalten im Erwachsenenalter DARAUF zurückführen. Meiner Meinung nach wäre dies schlichtweg falsch.

Vor allem die Überlegung des Vortragenden, dass man durch das man beim „Gestillt werden“ durch die Mutterbrust, unterbewusst die Angst hegt, von der Mutter gefressen werden zu können, diese Angst bzw. den resultierenden Hass auf die Mutter projiziert, dies aber nicht wirklich schafft, sondern es deswegen weiter auf die Natur ablegt. Daraus entsteht die Begründung die Natur zu erobern / zerstören zu wollen (unterbewusst natürlich).

Ich kann’s wie gesagt nicht nachvollziehen. Blicken Psychoanalytiker denn nicht über den Tellerrand ihres Fachgebietes hinaus? Es prägt mich doch – vor allem – in der pubertären Phase meines Lebens, viel mehr mein Familien- aber noch mehr mein Freundesumfeld (als Beispiel). Das ist doch die offensichtlichste Beobachtung die man machen könnte.

Gebärneid, allgemein als existent darzustellen, halte ich ebenfalls genau so falsch wie den Penisneid von Frauen. Wieso soll es denn immer Neid auf das andere Geschlecht geben? Sicher, Männer können keine biologischen Kinder bekommen. Aber deswegen suchen sie sich doch nicht Männerkinder – also Ersatzkinder – in zum Beispiel technologischen Errungenschaften. Oder?

Das der Mann irgendwann in Zukunft für die Fortpflanzung unnötig sein könnte, ist mit dem Argument zu entkräften, dass ja auch eine künstliche Gebärmütter entwickelt werden könnte. Was nun wahrscheinlicher ist, und ob es überhaupt wahrscheinlich ist, sei dahingestellt.

Viel interessanter ist doch die Frage, welche soziologische/soziale/gesellschaftliche Rolle der Mann zukünftig einnehmen wird. Momentan herrscht ein unübersehbarer Trend der Frau zur kompletten Unabhängigkeit dem Mann gegenüber vor. Frauen verdienen ihren Lebensunterhalt allein, Sorgen auch sonst für sich allein, und die Komponente Schutz des Mannes fällt genauso weg, da es heutzutage keine Gefahren im damaligen Sinne mehr gibt.

D.h. der Mann der für die Nahrung und Schutz zuständig ist, damit der Nachwuchs gefahrenfrei dem Nest entwachsen kann, fällt weg. Gut, und genau hier fühl ich mich dann auch von der ganzen Frauen/Feminismus/Gleichberechtigungsbewegung (bitte nicht böse sein, wenn ich nicht erfasse was, was genau bedeutet) verarscht. Ist es das Ziel den Mann irgendwann für unnötig zu erklären? Schließlich hab ich mir nicht ausgesucht, dass mir die Natur eingetrichtert hat, ein bestimmtes, instinktives Verhalten an den Tag zu legen. Wenn ich mit einer Frau zusammen bin, will ich für sie Sorgen, sie beschützen. Übernimmt sie diesen (also den eigentlich männlichen) fühlt man sich doch als Mann zu Recht „beschnitten“. Was bleibt für uns Männer dann noch zu tun (abgesehen von der Zeugung)?

Wieso herrscht bei Frauen im Moment dieses extrem starke Bedürfnis vor, den Mann komplett substituieren zu wollen? Ich versteh’s nicht. Ist das die Rache dafür, dass die Großvätergeneration, das Schema noch befolgt hat und in gewissen Bereichen die Frau noch unterdrückt hat?

Gleichberechtigung (im Sinne von wirklich GLEICH sein; ich rede nicht von gerechter, fairer und gleicher Behandlung, Bezahlung, etc.) kann doch nicht das Ziel sein? Wozu gibt es dann unterschiedliche Geschlechter? Es GIBT unterschiedliche Rollen und damit muss sich jeder abfinden.

Bin schon gespannt, ob ich wenigstens ein bisschen zu einer Diskussion angeregt habe… Kommentare sind sehr willkommen.

Ich geh jetzt Badminton (absolut genialer Sport) spielen.


Schnee, II.

| autor: smi | datum: 18. Dezember 2006 - 19:58 Uhr |

So, jetzt ist es also passiert. Ein paar Zentimeter Neuschnee liegen auf der Straße. Zumindest in unseren Lagen.

Und wie sollte es auch anders sein: Es war ein Kampf auf Biegen und Brechen dass ich es nachhause geschafft hab.
Zunächst ist alles noch glatt verlaufen, bis ca. 200m vor dem rettenden Heim, trautes Heim, Glück allein sag ich da nur. Das letzte Steilstück war zu glatt, die Winterreifen bei meinem Auto sind - wie zu befürchten war - nicht die besten (dafür aber geschenkt, was jetzt auch nicht viel hilft).

So kam es, dass das ich fünfzig Meter vor unserem Haus mal eine Kehrwendung um 180° Grad durchführte und nochmals Anlauf nahm. Zu meinem Glück hatte ich durch meine "herumwüderei" einigen Schnee entfernt und so kam es, dass ich es beim zweiten Anlauf dann doch schaffte (über einen kleinen Umweg über unseren Nachbarn).

Das heißt für mich und die nächste Woche:

  • Reifen kaufen, oder
  • Schneeketten, wobei
  • Punkt 1 eher zutreffen wird, weil
  • dieser Punkt eigentlich sinnlos ist, weil ich nicht mehr weiß, was ich eigentlich schreiben wollte

Egal, allein heute hab ich gesehn, was den Winter noch so alles passieren wird. Doch zum Glück ist ja nächste Woche Urlaub...



What if...

| autor: Itchy | datum: 13. Dezember 2006 - 22:18 Uhr |

... was ist wenn ich nicht für das regelmäßige "bloggen" geschaffen bin. Zu große Zeiträume tun sich zwischen meinen Einträgen auf. Nur eine Phase, oder kann ich nicht schreiben, wenn ich durch andere Angelegenheiten blockiert bin?
Da schafft es der Blog nicht mal mehr als Katalysator, als metaphorischer Boxsack herzuhalten...
Als Ausrede, die mangelnde Zeit als Grund vorzuschieben zählt wohl nicht.

Mittlerweile bin ich mir aber ziemlich sicher, dass es die Hochs und Tiefs sind, die sich in den letzten Tagen und Wochen schlagartig abgewechselt haben. Normalerweise bin ich sehr empfänglich für eine erhöhte Adrenalin / Dopamin / Serotoninausschüttung. Wird dies jedoch zuviel, kommt man sich vor, wie wenn man Halt sucht, aber von dem Ast, an dem man sich gerade geklammert hat, immer wieder abrutscht.
Wenn du mit um 09:30 Uhr vormittags, mit einem Puls von 160 vor dem PC sitzt - ich wiederhole SITZT - dann kann das nicht gesund sein. Verscherze es dir nie mit Leuten auf die du bei einer SEHR wichtigen, zukünftigen Tätigkeit angewiesen bist...


Was ich damit genau meine, und was alles passiert ist, schreibe ich - zumindest Auszugsweise - morgen.

recently read/watched/listened to:
- Casino Royal (007er der anderen, erfrischenden Art)
- Nick Hornby - High Fidelity (noch immer dabei)
- Fahrenheit 451 (noch immer dabei)

todo:
- "departed" anschauen
- snowboard zeugs kaufen... (in hoffender Erwartung auf Schnee)


Eigentlich...

| autor: smi | datum: 22. November 2006 - 20:35 Uhr |

Eigentlich hab ich keine Ahnung, was jetzt hier eigentlich stehen soll.
Einfach mal so drauflos hämmern, den Gedanken freien Lauf lassen...
Man sagt ja Papier ist geduldig. Ich hoffe, mein Texteditor auch.

Wenn ich so durch mein Zimmer schaue, fallen mir Bilder auf, die in meinem Zimmer hängen - quer durch Zeiten wo noch vieles anders war, vieles ungewiss und vieles einfach super *sensational*. Angefangen von meinem 9. Geburtstag, über die HTL Zeit, den ganzen Festln und Veranstaltugen, meinem Ball, der Bundesheerzeit... Dazwischen hängen hängen diverse Erinnerungsstücke: die Essensmarken vom Heer, mein Schülerausweis, Medaillien und meine Busausweise aus der Zeit, wo ich noch vom Internat mit dem Bus in die Schule gefahren bin.

Eigentlich wirft man dabei aber immer nur den Blick zurück. Wer hat sich nicht schon gedacht, wie schön wäre es, einfach mal eine Woche vorwärts in die Zukunft zu blicken? Seltsamerweise fällt jeden sofort ein, dass er gern die Lottozahlen aufschreiben würde. Ehrlich gesagt, mir auch, schließlich leb ich ja nicht nur von Luft und Liebe. Trotzdem: Wer will schon wissen, wie sich sein Leben abspielt?
Wäre es noch wert, etwas zu tun, wenn man genau wüsste, was kommt? Oder würde man genau dann erst recht die Initiative ergreifen, versuchen das sprichwörtliche Ruder noch herumzureißen?

Eigentlich ist es schön zu wissen, dass man .... nichts weiß...

Warum fragen wir heute nach morgen,
wenn wir noch nicht begriffen haben,
was gestern geschah
(Helmut Peters)

Dinge die ich nicht mehr für möglich gehalten hätte...

| autor: Itchy | datum: 21. November 2006 - 12:16 Uhr |

Ja ich weiß, ich habe viel versprochen und noch immer nicht geliefert. Aber keine Sorge, die angekündigten Texte kommen. Mein letzter wirklicher Eintrag ist genau ein Monat her. Nachschub ist bitter nötig.

Momentan bin ich in einer Stimmungslage wie noch nie zu vor in meinem Leben. Im positiven Sinne.

Ich habe etwas gefunden, etwas dessen Suche ich schon lange aufgegeben hatte. Ein paar geschriebene Zeilen lassen die Hoffnung in mir wieder hochkeimen, dass doch nicht alles Brechreiz erregend oberflächlich und grausam unverständig ist.
Wenn jemand deine unausgesprochenen Gedanken nimmt und sie in solch' treffende Worte formt, dann ist das Schönheit.

Langsam beginne ich zu verstehen, was all die Literaten damit meinen.

Trotzdem habe ich Angst.
Sind die Erwartungen jetzt nicht doch zu hochgeschraubt?
Was wird von Angesicht zu Angesicht passieren?...


Für viele wird das jetzt alles keinen Sinn ergeben. Das war auch so gedacht. Eigentlich ist es eh nur für eine Person bestimmt ;)


Autumn

| autor: smi | datum: 06. November 2006 - 19:34 Uhr |

Depression. Vor etwas mehr als einer Woche war Zeitumstellung. Für mich immer wieder die Zeit wo mit einem Schlag die Stimmung um eine Stufe gedrückter ist. Was ist der Grund? Man erwacht am Morgen: Finster. Man geht aus der Firma: finster. Ohnehin ist die Stimmung um diese Zeit des Jahres sowieso ... anders. Bis eben Weihnachten ist: Dann werden die Tage schon wieder länger und.... Hektik macht sich breit. Die unglaubliche Konsumwahn bestimmt dann wieder das Tagesgeschehen. Doch bis es soweit ist, dauerts ja noch. Ich persönlich hab mich ja abgefunden, dass es wieder a****kalt ist, aber immerhin gehts dann ja wieder auf auf die Piste. Und nachdems ja früh dunkel ist, ist ja genug Zeit um zu pokern. Oh yeah. Dieses süchtig machende Spiel hat inzwischen schon mehr als die Hälfte meines Bekanntenkreises getroffen. So auch mich, doch mir war ja eher das Glück hold, als so manch anderen...
Hoff', dass bald wieder mal mehr los ist. Bis dahin: ALL IN!


Bring me to life

| autor: smi | datum: 02. November 2006 - 21:43 Uhr |

Da ist man mal ein paar Tage nicht online, und soviel passiert. Hier in aller Kürze:

  • neuer Job seit 3 Wochen: alles super, steh vor neuen Herausforderungen, die Arbeit ist Kurzweilig, kompetente Kollegen.
  • Schnee: ja heute früh, und ich noch Sommerreifen oben. Dementsprechend adventuremäßig die Hinfahrt zur Arbeit heute morgen.
  • Gesundheit: ist wiedergekehrt, war ein wenig Angeschlagen die letzten zwei Tage, jetzt wieder fit.
  • Der Knöchel: Ja, es sieht ganz gut aus, hoffe, in zwei Wochen wieder mit leichtem Training zu beginnen.


Steckbriefe unsererseits folgen in Kürze. In diesem Sinne: "Hello World (again)" :)


Schild-Bürger

| autor: smi | datum: 12. Oktober 2006 - 19:22 Uhr |

"Blöde Leute sollten Schilder tragen auf denen steht: "Ich bin blöd!"
Dann würde man sich nicht darauf verlassen, oder? Du würdest sie nichts fragen.
Es wäre wie "Tschuldigung, ich....äh, vergiss es. Hab das Schild nicht gesehen."
Man wüsste zumindest, was auf einen zukommt..."

Hehe, das hab ich mir schon öfter gedacht, und folgende Zeilen könnten aus dem wirklichen Leben sein...

 (weiter)

Die andere Seite des Müncher Oktoberfestes

| autor: Itchy | datum: 03. Oktober 2006 - 19:00 Uhr |

Der Eintrag unten war durchwegs von positiver Stimmung geprägt. Dies stellt eigentlich nur ein Zerrbild der tatsächlichen Geschehnisse dar.

Gezwungenheit und Angewidertheit sind die beiden richtigen Ausdrücke, die eigentlich überwiegten.

Gezwungenheit insofern, da alle mit großer Vorfreude und hohen Erwartungen hingekommen sind, und diese natürlich nicht erfüllt wurden. Das Oktoberfest an sich war faszinierend, aufregend, aber irgendwas fehlte. Oder war es nur der Kater vom vornächtlichen Rausch, der die Sinne trübte?

Gezwungenheit auch, weil jeder im Kopf hatte, dass das eigentliche Endziel "Besaufen" war. Und des kann's ja bitte nicht sein, oder? Es schien so als wäre der Alkohol unabdingbar, als könnten wir nicht mehr ohne. Dieses Verhalten fällt mir sowieso in letzter Zeit häufiger auf. Natürlich nehme ich mich hier nicht aus. Ich trinke genauso mit, denn es scheint schon so selbstverständlich, so normal geworden zu sein und bei diesem Gedanken graut mir.

Ein anderes Phänomen, das am Oktoberfest auch zu beobachten war (in heimischen Gefilden ist's nicht anders), ist dieses (ich nenne es mal) isolierende Verhalten beim Fortgehen. War nicht mal der ursprüngliche Sinn des Weggehens, neue Leute kennen zu lernen? Dieses Paradigma scheint hier auch in gegenteiliger Form fest verankert zu sein.

Hiervon nehme ich mich aus, zumindest versuche ich es. Redet man mal mit "Fremden", wird man sogleich schief angschaut, it's so pathetic...

Angewidertheit am Oktoberfest war vor allem bei den Mädels zu beobachten. Kein Wunder. War sicher keine Freude mit uns gesehen zu werden.

Angewidert war / bin ich auch von mir selbst, weil ich ein Verhalten adaptiert habe, dass ich immer verabscheut habe. Dadurch habe jemanden verletzt. Wieder mal.

Es ist keine Ausrede und auch nicht zu verzeihen / entschuldigen, aber hier vielleicht eine (schlechte) Erklärung: Nachdem mir aufgezeigt wurde (in jüngster Vergangenheit mehrmals), wie die Welt und die Menschen wirklich sind (Stichwort: Ablegen der juvenilen Naivität), muss man einfach egozentrischer, egoistischer, überheblicher, und kälter sein und leben, ansonsten wird man dauernd und von allen gef*ckt. Ich habe meinen Glauben an Aufrichtigkeit, Treue und an meine Vorstellung der Menschen verloren, nein, nicht verloren, ich habe ihn aufgegeben.

"I wear this crown of thorns
upon my liar's chair
full of broken thoughts
I cannot repair
beneath the stains of time
the feelings disappear
you are someone else
I am still right here."


Painfull Night

| autor: smi | datum: 25. September 2006 - 10:35 Uhr |

Bin heute gegen Mitternacht mit h?llischen Schmerzen aufgewacht. Mein Fuss ist unaufhaltsam angeschwollen, die vom Arzt verschriebene Bandage wurde ein "wenig" zu eng. Deshalb lie? ich sie die Nacht herunten. Nachdem ich drei Stunden sp?ter einschlafen konnte, wachte ich in der Fr?h mit einem anst?ndigen "Wutzl" am Kn?chel auf ...

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Warum "Scrubs" meine Lieblingsserie ist.

| autor: Itchy | datum: 24. September 2006 - 22:36 Uhr |

Der offensichtliche Grund ist einfach zu erraten: Die Serie hat die Art von Humor die ich so sehr mag. Aber das ist es bei weitem nicht.

Scrubs besteht aus vielen starken - um nicht zu sagen - sehr überzeichneten Charakteren. Davon lebt die Serie und dies macht sie auch so einzigartig. Man kann sich mit den JD, Dr. Reed, Dr. Cox, und all scrubs den anderen in jeder Hinsicht identifizieren (mixt man sie in entsprechender Dosis, kann sich fast jeder wieder finden.). Dabei spielen ihr Job, die hierarchische Positionierung und das Krankenhausszenario an sich eine untergeordnete Rolle. Es könnte genauso gut in einer Abteilung eines Bürogebäudes spielen, doesn't matter at all. Vielleicht hat man sich für das Krankenhaus entschieden, weil die überzeichneten Charaktere mit Hilfe der eingeprägten Klischeebilder der Zuseher nochmals unterstrichen werden.

Die Erzählweise bleibt stets auf hohem humoristischen Niveau, was aber nichts an der Tatsache ändert dass die Serie so wahr und glaubwürdig ist wie keine zweite. Als würden die Autoren teilweise in meiner Gedankenwelt ihre Ideen für die Episoden holen, erschrecke ich jedes Mal aufs Neue, wenn JD in eine seiner Tagträumereien verfällt und ich nur leise zu mir sage: So true!

Einprägsamstes und bestes Beispiel:

Staffel Drei, JD will Elliot zurück. Er bekommt sie auch, merkt sogleich, dass er sie eigentlich nicht wirklich liebt/will. In dieser Deutlichkeit habe ich das - meiner Meinung nach - bedeutsame (aber am wenigsten wahrgenommene) Dilemma noch nie in einer fiktiven Serie gesehen.

Es zeigt sich hier ein Schema, dass mir immer mehr auffällt und scheinbar zum Lebensmotto der heutigen Menschen geworden ist (oder schon immer war, nur mir war's nicht bewusst):

Man will immer das was man nicht kriegen kann, und wenn man es dann doch hat, ist es wieder uninteressant / wird es uninteressant. Scheinbar legen wir dieses infantile Verhalten bei zwischenmenschlichen Beziehungen im Erwachsenenalter nicht ab. Nein, gerade dann zeigt es die stärksten Ausprägungen. Ich habe lange gebraucht um dies zu akzeptieren/zu verstehen, aber auch ich stelle keine Ausnahme dar. Natürlich werden jetzt viele die Stimme erheben und sagen: "Nein, stimmt nicht!" Ich denke dennoch, man kann fast alles was Beziehungen betrifft, auf dieses einfache Schema herunter brechen.

Was ich dabei noch immer am bizarrsten finde, ist die Tatsache, dass so viele Wahrheiten in einer - vordergründig - einfachen und unterhaltsamen Serie liegen.

Was ich damit aussagen möchte? Aussagen prinzipiell nichts, wollte nur mal zum Nachdenken anregen. Vielleicht hat diese Beobachtungen / Erfahrungen auch jemand anders gemacht.

Man darf nie vergessen, dass eine Serie immer reaktionär ist. Es kann höchstens ein Spiegel der Gesellschaft / der Realität sein.

So long, "yeah, I am no superman!"


Verwechslung

| autor: smi | datum: 06. September 2006 - 19:50 Uhr |

Da musste ich doch glatt mal schmunzeln: Wie heute bekannt wurde hat ein Chirurg in Vorarlberg doch tats?chlich das falsche Knie einer Patientin operiert...

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Von Anfängen...

| autor: Itchy | datum: 03. September 2006 - 23:13 Uhr |

Manchmal glaubt man, man hätte alles fest im Griff. Ausschlaggebend ist das Verb "glauben". Kleinste Ereignisse reißen uns unsanft aus der Vorstellung in der wir auf dem Thron unseres eigenen Luftschlosses sitzen und lassen uns erkennen (nachdem wir auf dem Boden aufgeschlagen sind), dass kein Film, keine Fiktion je an die unbarmherzige Grausamkeit der Wirklichkeit, des von uns gelebten Lebens heranreicht.

Um auch meinen Teil unserer digitalen Gedanken- und Erlebnisrepräsentation (aka Weblog, aka Blog) mit etwas Positivem zu beginnen, verschiebe ich den wirklichen Eintrag auf morgen. Dort werde ich auch erklären, was das Ganze hier eigentlich soll, und was wir uns nur dabei gedacht haben, einem weiteren Trend des (ACHTUNG BUZZWORD) digitalen Informationszeitalers (ich kann es nicht mehr hören), nachzulaufen.

Bin heute einfach nicht mehr in Stimmung dazu, gute Laune zu verbreiten, mir schwirrt einfach Unterschiedlichstes - nicht in ein paar Sitzen formulierbares - durch den Kopf...

so long, und "all your base are belong to us"


Fritz

| autor: smi | datum: 02. September 2006 - 12:43 Uhr |

Weil wir ja bei Geburtstagen waren... Unser Kumpel Nussi feierte gestern seinen sechsten 18er, da lie?en wir es uns nicht nehmen, mal wieder ein Auge in unser Stammlokal zu werfen... (weiter)

Endlich...

| autor: smi | datum: 31. August 2006 - 19:50 Uhr |

.. ist es soweit: Man hat einen Blog (Internetauftritt, Homopage, nenn es wie du willst) und hat keinen Dunst, was man da eintragen soll. Etwas, was vielleicht jemanden dazu bringt, ?fter mal vorbeizuschauen.
Itchy meinte ja, man m?sse "polarisieren" es solle ja schlie?lich kein Kindergeburtstag werden.

Naja, Geburtstag h?tt ich eh bald wieder, leider is es schon l?ngst kein Kindergeburtstag mehr.

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