This page looks plain and unstyled because you're using a non-standard compliant browser. To see it in its best form, please upgrade to a browser that supports web standards. It's free and painless.

 

Übersicht | Alben | about | Impressum

Back in Europe

| autor: smi | datum: 30. Januar 2008 - 19:37 Uhr |

Irgendwie schön, wieder Boden unter den Füßen zu haben. Nach insgesamt 50 Stunden Flugzeit und einem Besuch in einem der schönsten Länder bin ich seit Samstag wieder daheim.


Zurück aus Australien.

Muss noch einige Dinge aufarbeiten, bevor der große Bericht kommt. So I'm asking for your patience...


I hob in Kalender gschaut...

| autor: Itchy | datum: 28. Januar 2008 - 01:50 Uhr |

...heit geht da Wind

Gestern, Heute, Morgen

Der heutige Tag hatte etwas Bizarres, etwas das schon fast an Surrealität grenzte. Nach dem gestrigen - eher müden - Maturaball öffneten sich meine schlafgetrübten Augen gegen 12:00 Uhr mittags. Die in meinem Hirn abgespeicherte Tätigkeit konnte auch nicht durch den konsumierten Wein (der mir übrigens nach je zwei Achterl rot bzw. weiß nicht mehr schmeckte) verdrängt werden wodurch ich mich noch im Stande sah, das Mittagessen zu kochen... Mehr oder weniger, denn der Mix aus Wein und Bier hatte vom Vortag trotzdem bzw. die eigentlich erwarteten Nachwirkungen ausgelöst... Leichte aber deswegen nicht minder unangenehme Kopfschmerzen. Zudem schien es so als würde mein Hirn beim Aufstehen um ein paar km/h zu langsam beschleunigt werden, was wiederum leichte Schwierigkeiten bei der Interaktion in meiner vertikalen Lage mit dem horizontalen Fußboden verursachte. Da sich innerhalb dieser Sekunden wohl kaum das Erdmagnetfeld umgepolt und zurückgepolt hatte, ist die Ursache der aufgetretenen Gleichgewichtsprobleme ebenfalls dem Wein zuzuschreiben. Und da jede Ursache gemäß einem der grundlegendsten Gesetze der Physik immer eine Wirkung nach sich zieht, musste ich mich erst sammeln.


Irgendwann und irgendwo hatte ich den Entschluss gefasst in gewissen Dingen um einiges kürzer zu treten. Vor allem in Sachen unnötige und schädliche Genußmittel. Da macht mir meine momentane Lebensfreude leider gewaltig einen Strich durch die Rechnung. Natürlich gibt es auch Möglichkeiten beides nahtlos zu vereinen, nur scheint der Entschluss zwar meinerseits verbal formuliert zu sein, hat sich aber dennoch nicht im Bewusstsein, geschweige denn im Unterbewusstsein verankert.


Grundsätzlich war der Ball in Ordnung, nur haben mir die Gespräche und auch die Gesichter meiner Generation gefehlt. Gut, mein Ball liegt bereits sechs Jahre in der Vergangenheit, aber immer noch im Bereich 'da kann man noch hingehen ohne als Elternteil von jemanden bezeichnet zu werden'...


Zurück aber zum heutigen Tag. Nachdem ich feststellen musste, dass mein verfrühtes (fünf Stunden Schlaf sind eindeutig zu wenig) Aufstehen zwar lobenswert, aber fast schon unnötig war, sank ich demotiviert auf der Küchenbank nieder... Kein Strom, keine Möglichkeit zum Kochen, kein Kaffee *grml*. Dabei hatte ich mir schon ein neues, eigenes Rezept zurechtgelegt. Deftig aber sicherlich ein Gaumenschmaus. Curryputenbrust mit Ei (alá French Toast), gebraten und garniert mit Chilli con carne. Durch die unerwartete Stromlosigkeit konnte ich nur resignierend denken: 'Phantastisch, heute wird uns wieder mal unsere Abhängigkeit und Ohnmächtigkeit unter die Nase gerieben, aber so richtig'.


Der Blick nach draußen zeigte nur wie die gewaltigen Sturmböen auch die mächtigsten Bäume in der Umgebung wie Gräser im leichten Frühlingswind aussehen ließen. Der Blick nach draußen war allerdings nur halb so beeindruckend wie die Kombination mit dem akustischen Erlebnis. Man musste sich rausstellen, hören, fühlen, sehen und riechen. Diese - ich formuliere jetzt absichtlich überspitzt - Endzeitstimmung brachte Urinstinkte der menschlichen Natur zum Vorschein, die schon längst verkümmert und in Vergessenheit geraten waren. Es ist keine Angst, kein Respekt vor dem Naturschauspiel, eher etwas schwer zu erklärendes... Innerlich wird man gewarnt und ist trotzdem leicht paralysiert, dahingehend, dass es eine Faszination ausübt der man sich nur schwer entziehen kann. Vielleicht ist es bei mir soetwas wie Bewunderung der Kräfte von Pacha Mama. Da wir uns ja gern als Krönung der Schöpfung betrachten und manch einer unserer Gattung ein Ego hat, welches ihn vor sich selbst gottesgleich erscheinen lässt, zaubert mir ein Tag wie heute immer ein gewisses Schmunzeln auf die Lippen. Die Machtlosigkeit trotz all unseres Wissens gegenüber der Erde und ihren Gewalten ist denkwürdig. Ändert sich nur eine der fixen Lebens- und Umweltskonstanten in der Gleichung in der wir als Variable auf dieser Erde eingefügt sind, sind wir quasi plötzlich nicht mehr mehr als Gatsch bzw. Kohlenstoffgatsch.


Schönheit

Trotz der widrigen Umstände beinhaltete die äußere Umgebung eine schwer zu erkennende Schönheit. Der Lärm der im Hintergrund durch entfernten Druckausgleich (mehr ist ja 'Wind' nicht) enstanden ist und sich durch ein permamentes deutlich hörbares Brummen manifestiert hat. Die Sonne die ihre Strahlen nur ganz verstohlen durch die schwelende Wolkendecke zauberte und die Landschaft in Schattennuancen legte wie sie sonst das gesamte Jahr nicht zu sehen sind. Ähnliche (Sinnes)eindrücke wurden nur bei der damaligen Sonnenfinsternis 1999 geweckt. Dort gab es zwar keinen Wind und keine Böen, dafür in kürzester Zeit einen Temperaturabfall und eine verstörende Dunkelheit, die einen so schnell nicht mehr los lässt. Ich werde niemals die Stimmung der mehreren hundert Menschen vergessen, die mehrheitlich den schwarzen Kreis mit der goldenen Korona betrachtet haben. Das tat ich zwar auch, aber ich war schon damals mehr an den Reaktionen der Menschen auf das Ereignis interessiert, als am Ereignis selbst.


Vergänglichkeit

Vielleicht ist dies einer der wenigen Momente wo sich zeitgleich viele Menschen ihrer eigentlichen Sterblichkeit bewusst werden und so etwas wie eine kollektive Ernüchterung eintritt.


Ich habe 2007 so viel wie noch in keinem Jahr davor über das Leben nachgedacht, philosophiert, diskutiert und reflektiert. Aber ich habe das Leben auch gelebt und kann mich nur dem Dialog aus der Serie 'Six Feet Under' von Nate Fischer und einer Bikerin anschließen:


Bikerin: 'Mein Mann sagte immer, lebe jeden Tag so als wäre es dein letzter. Wissen Sie auch warum er damit recht hatte?'


N. Fischer: 'Weil es wirklich dein letzter sein kann.'


Wirkt, wenn man es nur runterließt, wie die Binsenweisheit die jeder schon gehört hat aber niemals verinnerlicht hat. Die Szene aus der Folge (S2/E8 oder E9), insbesondere dieser Dialog haben so etwas unheimlich Echtes und Ehrliches. Zum ersten Mal dringt diese Phrase tiefer in die Ratio ein. Man verarbeitet sie und wird sich dessen wirklicher Bedeutung bewusst. Vor allem an so einem Tag wie heute, wo die nicht vorhandene Verfügungsgewalt über unser eigenes Leben bzw. Ableben uns deutlicher als unser Spiegelbild vor die Nase gehalten wird.


Damn it...

| autor: Itchy | datum: 22. Januar 2008 - 22:01 Uhr |

...durch Session Timeout meinen Blogeintrag verloren... und dabei wollte ich wirklich wieder mal was schreiben... :/

Noch 36 Stunden

| autor: smi | datum: 09. Januar 2008 - 18:34 Uhr |

Dear readers,

nur noch wenige Stunden, bis wir nach Wien aufbrechen. Leider hat den Jürgen die Grippe erwischt. Auf diesem Wege alles Gute.
Hab jetzt mal meine Kasten durchforstet nach brauchbarer Bekleidung. Draußen hats derzeit Minusgrade und ich hab meine kurzen Hosen mal rausgefischt. Eigentlich voll irre, man kann es sich ja gar nicht vorstellen, dass es jetzt irgendwo Hochsommer ist. Wie dem auch sei, das letzte Mal für zwei Wochen hab ich fürs Internat gepackt. Da war die Sache noch relaxter, weil ich ja wusste, was mich erwartet. Haber jetzt. Irgendwie ist ein wenig die Angst vorm Ungewissen da, trotzdem kann die (Vor)freude dies nicht mehr trüben. Mal abgesehn von meiner... naja Flugangst würd ich jetzt nicht sagen, sondern eher "Flugrespekt". Alles in allem sind wir ja rund 26,5 Stunden unterwegs. Daher werde ich wohl noch ein paar Gadgets einpacken, wie den Laptop. Weiters haben ich und Sonja uns mal ne zweite Compact Flashkarte besorgt. Was fehlt da noch? Keine Ahnung, die letzte Chance, was einzupacken hab ich ja morgen Abend nach dem Arbeiten, und dann gehts los. Werde versuchen, vorher noch was zu schreiben, ansonsten meld ich mich selbstverständlich aus Down Under. bye.