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Kaum hauts mitn den Füßen wieder hin, der nächste Vorfall: Letzten Samstag bei einem Aufbaumatch: Bleib beim Gegner mit dem Daumen kurz hängen, dieser dreht sich um während ich von der anderen Seite gerempelt werde. Das Ergebnis kann sich wieder mal sehen lassen:
Das Bild stammt von Montag Abend, jetzt schön langsam ändert sich die Farbe wieder ins normale, nachdem ich die Gelbgrünphase anscheinend überstanden habe. Bleibt zu hoffen, dass es in der Meisterschaft nicht ganz so arg zugeht. Ich drück auf alle Fälle alle.....äh einen Daumen.
Voriges Wochenende begaben Sonja und ich uns nach Italien für einen Kurzurlaub am Meer. Wie jedesmal, wenn ich vereise, wusste ich, dass mir bald meine Heimat abgehen wird. Nein, kein klassisches Heimweh in dem Sinne, sondern eher ein Trennungsschmerz, wenn auch nur für
beschränkte Dauer. Denn wenn ich mal im Ausland bin, ist es mir egal, ob ich nun einen Tag oder zwei Wochen weg bin. Solange ich weiß, dass ich zurückkehren werde.
Je mehr Länder ich gesehen habe, desto mehr wurde mir klar, dass es für mich eigentlich kaum schönere Länder gibt, als unser good old austria. Zwar bin ich bis jetzt nicht über Europa hinausgekommen, dennoch werd ich im Jänner die andere Seite der Welt erkunden, denn dann gehts ab nach Australien, zur Sonjas Tante nach Melbourne. Und auf diesen Trip freue ich mich jetzt schon wie ein junger Hund. Aber zurück zu den Wurzeln. Schöne Worte hat Gert Steinbäcker über die Steiermark gefunden:
"...Nur i hab’ da meine Wurzeln und meine ältesten Freund’
Einen Platz, wo i mich z’rückzieh’n kann,
wenn Wolken aufzieh’n, bis die Sonne wieder scheint..."
Oder die komplette Combo (STS - I bin aus Österreich):
"...i hab' a Kopftuch auf, a Kippa, einen Steirerhut
Und wo der Wildbach rauscht, da bringt mich keiner fort..."
Btw: Mal abgesehen davon, dass u.a. diese beiden Lieder wieder topaktuell in meiner Playlist sind, werd ich sie mir auch wieder live geben und zwar im Dezember.
Jaja, die "Hoamat". Heute extra länger auf, damit ich mir das Halbfinale zwischen Österreich : Tschechien der U20 WM geben kann. Bin ja auch schon auf die Euro gespannt, weil dort nimmt mich da Nussi dankenswerterweise zu einem Match mit. Wollt jetzt eigentlich net vom Thema abschweifen, aber gedanklich bin ich eh schon beim Match. Werde dieses aber sicher wieder mal aufgreifen - spätenstens zur Euro '08
PS: Werd mich bemühen, wieder öfter zu schreiben, Jürgen hat mich mit seiner Inkonsequenz angesteckt ;-)
Die Blogeinträge stagnieren, die Schreiberei schreitet nicht voran. Und ich weiß nicht wieso. Es liegt womöglich daran, dass ich zu viel zu schreiben hätte. Dieses „zu viel“ würde dann einen riesigen Haufen von Assoziationsketten ergeben, dem gerade mal ich noch folgen kann.
Ich starte mal einfach mit dem letzten Wochenende und den damit verbunden Erkenntnissen und Problemen. Die Haupterkenntnis ist, dass ein Vollrausch das absolut letzte ist. Vor allem wenn man dieses Stadium so ziemlich allein und ungewollt erreicht. Da ich in letzter Zeit (letzten zwei bis drei Monate) wenig bis gar keinen Alkohol (und dann nur in Form von Bier) zu mir genommen hatte, passierte am Freitag (Rock am Bach) das unausweichliche. Mit zuwenig Unterlage mit Magerl kumulierten sich die eingenommen Spirituosenmischgetränke zu einem Verlust der sprachlichen Fähigkeiten, den ich das letzte Mal, in der Form, vor Jahren erlebt habe. J. beschrieb es durchaus treffend mit „Vollbombe“.
Gut und schön. Soweit wäre es kein Problem. Ein unangebrachtes Vollmützerl halt. Obwohl ich so einem Vollrausch im letzten Jahr eigentlich prinzipiell abgeneigt war und auch noch bin, habe ich es diesmal einfach komplett übersehen.
Samstag darauf war dann auch noch die 50er Feier von meinem Dad. Mit reger Verwandschafts- und Alkoholbeteiligung, sowie Partylaune par excellence.
Sonntag ging’s mir dann, wie es einem halt noch zwei solchen Tagen nur gehen kann. Witzigerweise besser als den Rest der darauffolgenden Woche. Bis gestern hatte ich das Gefühl ein Schleier bzw. eine Nebelwand verhüllt die volle Funktionsfähigkeit meines Gehirns inklusive der Schnittstellen zu allen anderen Organen. Es war fast so, als hätte man eine leichter Verkühlung bei der es schwer fällt sich zu konzentrieren. Mir ging’s Dienstag und Mittwoch deutlich schlechter als Sonntag und Montag. Und dieser Umstand, verbunden mit dem Zustand vom Wochenende, brachte mich zum Nachdenken und Grübeln. Zumal ich in letzter Zeit ohnehin bemerkte, dass mir eine gewisse Aufnahme- und Merkfähigkeit abhanden gekommen ist. So eine „Vollfettn“ ist dabei nicht gerade förderlich. Schon gar nicht wenn man noch einiges bei seiner DA zu schreiben hat. Jedenfalls äußert sich die Problematik nicht beim Abspeichern im Hirn, sondern - so glaube ich zu wissen - beim Abrufen. Ich kann mich noch genau erinnern wie ich mir in der Mittelschule jeden Scheiß merkte. Nicht nur schulisches. Lieder, Wörter, Fakten, Filme, Bücher, Vorgänge, Problemlösungen, Namen und und und. Oh mein Gott, ja, Namen. Ich mutmaße einfach mal, dass es ein Resultat des Ethanolkonsums ist, aber die Gabe mir jeden Namen zu merken habe ich vollkommen verloren. Die andere Theorie ist, dass das Hirn in den letzten Jahren einfach zu wenig trainiert wurde (obwohl damit auch nicht dieser Abbau geklärt ist). Bei Prüfungen auf der FH hämmert man sich den Stoff ins Kurzzeitgedächtnis und Ende. Training für’s Hirn sieht anders aus.
Worauf ich hinaus will ist Folgendes: Mir geht dieser Umstand extrem auf die Nerven und bin über mich selbst verärgert, dass ich so inkonsequent (wieder mal) war und dies nicht gerade begünstigt habe.
Einige mögen das jetzt vielleicht mit einem „ach“ abtun, aber wenn man vier/fünf Tage nach einem kapitalen Rausch noch immer Konzentrationsprobleme hat, dann sind das wohl sehr deutliche Signale.
Keinesfalls verteufel‘ ich jetzt den Alkohol. In Maßen konsumiert eine gesellige und kommunikationsförderliche Droge, aber alles was über einen gewissen Zustand hinausgeht ist doch einfach nur erbärmlich.
D.h. nicht nur gesundheitstechnisch war das letzte Wochenende ein Griff ins Klo.
Wie ich mich kenne werde ich diese Warnung spätestens in einem Monat vergessen haben und irgendwann wieder zu tief ins Glas gucken.
„Eine Kultur, in der Alkohol verboten ist, hat es ebenso schwer, geistreich zu sein wie eine Kultur, in der Alkohol eine zu große Rolle spielt.“ (Georg Brand)
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