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Eigentlich stand hier ja, dass ich morgen (d.h. heute) etwas schreiben
werde. Trotzdem traue ich mich auch jetzt noch nicht richtig. Die richtigen
Worte zu finden ist nicht leicht.
"Georg Danzer ist tot", tönt aus den Boxen.
deswegen also "Weiße Pferde" zuvor im Radio, dachte ich mir. Und
irgendwie trifft's mich. Unverständlicherweise mehr als erwartet.
Hätte es mich nicht so getroffen, wenn ich in letzter Zeit nicht so viele von seinen Liedern bewusst und oft gehört hätte? Keine Ahnung. Dass ich Danzer in der Playlist hatte und habe, war doch eher Zufall... kein bestimmter Grund eine Auswahl seiner Lieder in die Playlist aufzunehmen.
Und trotzdem hab ich beim Laufen gegrinst, als „suche nette Partnerin zum Bumsen“ den Weg in die Gehörgänge findet, oder auch beim „Wixerblues“ geschmunzelt (kann mi ja doch ab und zu damit identifizieren *fg*). Kurze Pausen legte ich ein, als „Weiße Pferde“ im Winamp abgespielt wurde und schaute verträumt aus dem Fenster. Bei „Hupf in Gatsch“ natürlich mitgesungen und mir beim „olten Wessely“ gedacht, wie man nur Texte mit dem Format schreiben und sie dann mit dieser Konsequenz auch rüberbringen kann.
Ich war kein Fan der auf jedem seiner Konzerte sein musste. Eine Soloperformance von ihm hab ich nie gesehen. Ihn selbst nur beim letzten A3 Konzert, was einfach nicht dasselbe ist.
Es gibt unzählige Nachrufe, von denen die ihn besser kannten. Von denen die ihn als Musiker, Familienmitglied, Künstler, Intellektuellen und Freund kannten. Ich kannte ihn nicht und versteh‘ wahrscheinlich auch nicht alle seine Texte, trotzdem hat mich sein Tod nicht kalt gelassen. Im Gegenteil.
Danke für deine Musik, deinen Weitblick. Mach’s gut Georg Danzer.
„sag mir woran,
woran meine liebe glauben wir noch
woran meine liebe glauben wir noch
woran meine liebe glauben wir noch“
Tja lang, lang ist's her seit dem letzten Eintrag.
Doch was schreiben? Neulich ist mir wieder mal wieder was aus meinem Leben untergekommen, an das ich mich sehr gerne zurück erinnere. Eigentlich ist es ja in einer Diskussion mit einem Kumpel um die derzeit niedrigen RAM Preise gegangen (irre Diskussionen, ich weiß).
Und dabei ist mir mein alter 486er "Hefn" eingefallen. 1995. Mein erster PC, 50 Mhz DX, mit 12 Jahren. Und der hatte noch unglaubliche 4 MB-RAM in seinem System. Damals war noch alles so extrem spannend, was nur im entferntesten mit PCs und dergleichen zu tun hatte.
Zwar war ich schon länger stolzer Besitzer eines NES (Nintendo Entertainment System), trotzdem war ich begeistert, welch graphische Wunderleistungen schon damals mit so einem Gerät möglich waren. Da war es auch nicht verwunderlich, dass ich dann mal zum Libro marschierte (für alle Ortskundigen: Der war damals noch im Eck in der Köflacher FUZO, neben dem Tunner Intersport, den's ja auch schon nicht mehr gibt, egal). Auf alle Fälle war es dort: DAS Spiel. Star Trek: A final Unity.
Schnurstracks steuerte ich auf das Regal zu und nahm die Schachtel in die Hand. Mir war damals schon bewusst, dass man bei einem PC ja auf die Konfiguration achten muss, und nicht wie beim NES "kaufen -> reinstecken -> süchteln" konnte.
"Mindestvoraussetzung: IBM kompatibler PC, 486 DX 66, 8 MB RAM, Grafikkarte mit mind. 512 KB RAM". OMG. 8 MB RAM!! Das kann's ja wohl nicht sein, dachte ich mir. Nun gut, die 16 Mhz, die schenk ich mir. Aber woher soviel Arbeitsspeicher nehmen, wenn nicht stehlen? Ich wusste ja nicht Mal, wo ich sowas überhaupt herbekommen könnte. Schließlich kaufte ich das Spiel dann nicht. Ich hätte aber gerne meine hart ersparten 649 Schilling ausgegeben. Wie dem auch sei. Da ich zu dieser Zeit sowieso immer Rat bei meinem Onkel suchte, weil er sich doch auskannte, und wusste, was er tat, wenn er den PC bediente, erzählte ich ihm meine Leiden. Doch ihr werdet es nicht glauben: zwei Wochen später war mein Geburtstag, und
meine Verwandten kauften mir doch tatsächlich 4 MB RAM, vier Riegel, denn damals hatte der PC noch 8 Steckplätze für den Speicher. Nur einen Tag später hatte ich auch schon das Spiel gekauft und verbrachte Tage und Nächte damit zu spielen.
2007. Morgen sollte ein Paket kommen. Sonja und ich haben uns einen Laptop gekauft. Der hat 2048 MB Arbeitsspeicher. Wahrscheinlich läuft auf diesem Teil das Spiel nicht mehr, weil er, so wie alle anderen auch, zu schnell geworden ist...
Von denen gab's ja nicht allzu viele. Und auch diese wird eher knapp bemessen sein.
Kurzum: Nur mehr wenig Zeit, und doch noch der Löwenteil der Arbeit zu erledigen. Andere sind schon fertig. Ich danke an dieser Stelle meiner blühenden Inkonsequenz :(
Irgendwie liegt ständig so ein leichtes Gefühl von Nervosität und Unsicherheit in der Luft. Des macht mi ganz deppert. Obwohl's ja grundsätzlich nicht so schlecht voran geht... Naja, mal schauen...
TODO:


Ich wollte ihn ja schon damals (anno '06) bei der damaligen Diagonale sehen. Leider lief der Film nur an zwei Terminen, von denen ich einen schon verpasst hatte und der zweite auf einen Samstag fiel. Karten hätte es sowieso keine mehr gegeben.
Obwohl er auf meiner "baldigst-anschauen-muss"-Liste ganz oben platziert ist, kam ich bis heute nicht dazu.
Glücklicherweise offeriert uns der reformierte ORF gelegentlich ein Dokumentarfilmschmankerl. Ob die Auswahl der Filme wirklich bewusst geschieht, oder ob es sich um bloße Zufallstreffer handelt sei dahingestellt. Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich der Reform noch nicht viel Positives abgewinnen konnte, bis auf eben diese Dokumentarfilme. Die Abschaffung von SON, war nicht mal quotentechnisch nachvollziehbar... aber darüber lass ich mich ein anderes Mal aus ;)
Was mich allerdings sehr freudig überrascht hat, war das "Extrazimmer" vom Mittwoch mit Gabriel Barylli. Ein Schriftsteller, Regisseur und Schauspieler, dessen Eloquenz und rhetorischen Fähigkeiten in diesen sechzig Minuten sehr beeindruckt haben. Nicht nur die anwesend Damenrunde, die die Kinnlade kaum mehr hochbekam, sondern auch mich. Interessante Ansichten und Ideen hat der Mann. Von denen kann ich viele teilen und nachvollziehen...
Aber zurück zum eigentlichen Thema dieses Eintrags ==>
Dokumentarfilm, A 2005 // Regie: Michael Glawogger
In veralteten Minen, riesigen Fabriken, vorsintflutlichen Werften und bei größenwahnsinnigen Bauprojekten verdingt sich der Mensch noch als Arbeiter im klassischen Sinn. Workingman's Death erzählt von diesen letzten Bastionen der körperlichen Arbeit, über die Gewalt, die diese Form der Arbeit dem Menschen antut, und über das, was er verliert, wenn es diese Arbeit nicht mehr gibt. Workingman's Death - ein Film über schwere körperliche Arbeit, Automatisierung und eine sich verändernde Welt. Ein Arbeiterepos des 21. Jahrhunderts.
Quelle: klack.de, Juli 2007

Eigentlich hab ich mir vorgenommen, wieder mal richtig was zu schreiben. Kommt auch bald :)
Zwischendurch ein sehr geniales Video. Ursprünglich ein Song von Queen, der natürlich bei meinem persönlichen Ranking der 10 besten Songs aller Zeiten nicht fehlen darf: Bohemian Rhapsody. 5:55 Minuten Musikgeschichte, die da geschrieben wurden.
Und mit diesem parodiert Rick Miller "the 25 most annoying voices in the music industry" (Sehr genial: Bon Jovi, Rolling Stones und Julio Iglesias)