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Es folgt...

| autor: Itchy | datum: 27. März 2007 - 13:00 Uhr |

...ein dickes Review der letzten beiden Wochen... es ist EINIGES passiert...

Damit ich mich endlich überwinde, dieser Eintrag :)


Vom Leben gezeichnet...

| autor: smi | datum: 19. März 2007 - 20:59 Uhr |

Der Tod als Motivator. Motivation, um zu leben. Haben wir nicht genug Motivation um zu leben? Wie oft ist einem nicht "todlangweilig"? Wie oft verbringt man seine Zeit lieber vor dem Fernseher, weil einem nichts besseres einfällt?

Letzten Mittwoch waren Itchy, Nussi, meine Sonne und ich bei einer Philosophie-Lesung, welche den Titel "Über den Tod" trug. Alexander Tschernek laß aus Schriften von Sören Kierkegaard, seines Zeichens dänischer Philosoph und (wie mir erst später bekannt wurde) auch Theologe. In einem Raum, der so groß war wie ein Wohnzimmer war, waren rund zwanzig Interessierte in die Minoritensäle nach Graz gekommen, um Herrn Tschernek zu lauschen. "Verzweiflung zum Tode" war Literatur aus Granit, an dem ich mir die Zähne ausbiss. "Bistu deppad, wos isn jetzt" waren meine Gedankengänge nach den ersten paar Zeilen. Interessanter schon der zweite Teil über eine fiktive Grabrede. Der Tod als Hans Krankl (also meine Interpretation eines Motivators), welcher es versteht, die Motivation zum Leben zu geben.Der Tod als unbamherziger, zeitloser Weggefährte.Sehr interessant auch die anschließende Diskussion über den Tod im allgemeinen aus dem Blickwinkel der Naturwissenschaft, der Theologie und Psychologie. Ein Trankerl im "Flann O'Brien" besiegelte diesen Abend. Hätte mir nie gedacht, dass ich jemals sowas mitmachen würde, aber es war wieder Mal eine sehr nette Erfahrung.

Whats up next? Ehrlich gesagt: Keine Ahnung! Wintereinbruch heute, da verdrehts einem das Gemüt wieder um 180 Grad. 32 gemessene Zentimeter Neuschnee vor unserem Haus. Was soll das bitte? Gestern noch 20 Grad im Sonnenschein und nun das. Obwohl's mir eigentlich egal sein kann, schließlich bin ich tagsüber eh in der Firma, Urlaub hab ich ja erst ab 9. April. Bis dahin sollte sich das Wetter ja wohl hoffentlich "erholen". Hab wieder mal mein Zimmer neu gestrichen, diesmal in
dezentem Weiß. Wollt mal wieder ein wenig Helligkeit in den Raum bringen. Hab auch vor, einige Motive auf die Wand zu malen, was allerdings, weiß ich noch nicht. Für Vorschläge bin ich offen :)



... und dann schlägt dein Herz ...

| autor: smi | datum: 12. März 2007 - 22:15 Uhr |

A child's education should begin at least 100 years before he is born.
Oliver Wendell Holmes
Manchmal wäre es doch schön, die Zeit bis ganz an den Anfang zu drehen. Einfach nochmal alles durchleben und vielleicht einiges anders
machen.

Wie oft hab ich mit Itchy schon darüber gesprochen, wie es wohl wäre, nochmals 16 zu sein, allerdings mit den Erfahrungen, die man bereits gesammelt hat. Die Zeit einfach zurückdrehen.

Das hat mich zur Überlegung gebracht, wenn Zeitreisen einmal möglich werden sollten, warum sind sie dann nicht schon geschehen? Wenn es wirklich mögliche wäre, eines Tages in der Zeit rückwärts zu reisen, warum hat es jemand in der fernen Zukunf nicht schon getan?
Fragen, über die ich mich nicht den Kopf zerbrechen sollte. Schon gar nicht um diese Zeit. Aber wenn einen die Insomnie plagt, schwirren einen manchmal schon irrwitzige Sachen durch den Kopf.


Currently reading:

  • NDE - Near death experience

Currently listening to:

  • Dann schlägt dein Herz
  • No one but you
  • People equals shit (Richard Cheese Cover, sensationell)

Upcoming:

  • Vortrag am Mittwoch: Alexander Tschernak, "Philosophie und Gespräch über den Tod": Diesmal mit Sören Kierkegaard.


Aus der Serie: Weisheiten des Lebens (2)

| autor: Itchy | datum: 12. März 2007 - 12:54 Uhr |

"Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derjenigen, die die Welt nicht angeschaut haben."

Alexander von Humboldt




Passend dazu eines meiner absoluten Favourites und doch schon lang nimmer gehört:

Rettet die Wale,
und stürzt das System
und trennt euren Müll,
denn viel Mist ist nicht schön.

Vergeudet eure Jugend,
und sagt nicht Neger und nicht Tschusch,
und seid ihr eures Lebens müde,
legt Hand an euch und macht Schluss.

Bittet selten um Verzeihung,
und füttert Tauben im Park,
und lasst den Kindern ihre Meinung,
oder treibt sie früher ab.


Und nehmt euch an den Händen,
und macht Liebe jeden Tag,
und rettet die Wale.


gustav - rettet die wale




Currently Reading:

  • Theorie der Unbildung (nurmehr 10 Seiten)
  • Noch mehr Zeit für das Wesentliche
  • und jede Menge DWH Bücher

Currently Listening To: Momentan wenig, da der Sandisk Sansa wieder an Amazon zurückging. Mir fehlt der musikalische Begleiter aber schon sehr.

trotzdem:

  • The Von Bondies - C'Mon C'Mon (ist zwar kurz, geht sehr schön ab)
  • Kasabian - Shoot the runner
  • Beck - Nausea
  • Eagles of Death Metal - I want you so hard
  • Muse - Knights of Cydonia
  • The Frames - Finally (FM4 Morning Show Edition)
  • Petsch Moser - Bastard
  • Oli Schultz und der Hund Marie - Dann schlägt dein Herz
  • Alex Kapranos - Sound bites

Lately watched:

  • Spiderman 2 (** out of *****)

drei... und... zwanzig

| autor: Itchy | datum: 08. März 2007 - 18:27 Uhr |

Gestern war es tatsächlich soweit. Ich habe nun das Alter auch kalendarisch erreicht, welches mir seit einem halben Jahr schon im Kopf rumgeistert. Warum ich mir so vorkomme, als wäre ich schon länger 23 ist mir selbst ebenfalls schleierhaft.

Man überschreitet mit diesem Alter eine Grenze.

Der letztendliche Zeitpunkt des Erwachsenwerdens.

Die letzten Attribute jugendlicher Freiheit bröckeln ab. Man wird von seiner Umwelt anders wahrgenommen und will anders wahrgenommen werden. Noch nie war der psychologische Abstand zu meinem achtzehnten Geburtstag so groß.

Hat sich in den letzten fünf Jahren viel verändert?

Habe ich mich in den letzten fünf Jahren viel verändert?

Rückblickend war das Jahr 2002 genauso ereignisreich, wie ich es mir von 2007 erhoffe. Damals mit Maturaabschluss, Führerschein und Bundesheer wurde mir nicht wirklich langweilig. Heuer mit Praktikumsabschluss, Diplomarbeit (inkl. Dazu gehörender Sponsion) und dem ersten richtigen Job, sind unbestreitbare Höhepunkte gesetzt.

Fünf Jahre vor 2002, also 1997 erlebte ich mit meinen kindlichen dreizehn ein nicht minder interessantes Jahr. Zu Hause bekamen wir einen analogen Internetanschluss (80 Groschen die Minute betrug das Verbindungsentgelt damals noch), ich machte meine ersten Fortgeherfahrungen (Schwesterchen nahm mich mit in den „Club Amigo“, damals hieß es noch „Joy“; heute gibt’s schon lange keines dieser Lokale mehr) und küsste – soweit ich mich korrekt erinneren kann – das erste Mal. So richtig halt. Mit Zunge. Yeah ;).

Meinen allerersten Kuss von einem fremden Mädchen bekam ich jedoch schon ein paar Jährchen früher.

Mit unerfahrenen fünf (merkt ihr wie genial ich diesen Übergangsbogen spanne und fünf als zentrales Muster fortführe *stolzaufmichselbstbin*), war selbst die Kindergarten eine von unerwarteten Erlebnissen strotzende Zeit.

Man nutzte den kurzen Zeitraum bevor man das Mittagessen von der Kindergartentante serviert bekam um den anders aussehenden Wesen im Kindergarten etwas näher zu kommen. Keine Ahnung wie man in dem Alter schon checkt, dass das andere Geschlecht interessant sein könnte. Höchstwahrscheinlich haben wir nur die Erwachsenen imitiert. Trotzdem rutschten wir keck von unseren Sesseln unter den Tisch und knutschen, vielmehr busselten herum. Danke Stefanie für den ersten Kuss. Damit bleibst du mir ewig in Erinnerung. Zugegebenermaßen bin deswegen heute noch ein bisserl in dich verknallt *g*. Damals kam ich sogar trotz Zahnlücken an Mädels ran. Funktioniert heut nimmer so easy ;)

1997 war auch das Jahr in dem ich mir den ersten Rausch abholte: Damals gab’s noch die legendären Beach Partys auf dem Pibersteiner See. Nach ca. drei Cappy-Wodka (schon damals war es kein Problem mit diesem Alter an Alkohol zu kommen), war ich einer wundersamen Welt gefangen, in der ich nicht einmal mehr in der Lage war, halbwegs vernünftige Worte zu formen. Beachtliche Schwierigkeiten gab es auch sich dem sich immer öfter herannahenden Boden zu entziehen.

Naja, stolz sollte man nicht drauf sein… die gesellschaftliche akzeptierte Droge Nummero Uno, die teilweise sogar ein Statussymbol, ein Identifikationsmerkmal darstellt, ist vor allem unter Teenagern und Jugendlichen ein nicht kleinzuredendes Problem. Und nachdem ich nicht als schlechtes Vorbild gelten will: Wartet bis ihr’s trinken dürft mit 16, ihr macht es ohnehin noch oft genug… eine Warnung die ich, wenn ich’s einen Wand erzählen würde, wahrscheinlich mehr bewirken würde… egal… aber dem Thema fühl ich mich nicht gewachsen und auch außer Stande ihm im Zuge dieses Blogeintrags zu genügen.

Wie das Leben so spielt, hatte ich nicht nur alle fünf Jahre Höhepunkte. Im Gegenteil. Jedes Jahr war von Ereignissen geprägt, die mich geformt, gefestigt, erfreut, erzürnt, geschockt haben und mir weh getan haben.

Andere werfen am Ende ihres Lebens einen ausführlichen Blick zurück und wägen ihr Leben ab. Meiner Meinung nach sind dabei zwei essentielle Dinge die sie falsch machen: Sie tun es erst am Ende ihres Lebens und sie wägen ab.

Warum erst am Ende? Warum nicht jeden Tag? Wie kann man sich denn selbst kennen, wenn man das nie tut? Wir können uns selbst erst durch die Erlebnisse die wir sammeln – und zwar täglich – definieren. Jedes Gespräch, jedes Lächeln, jede Träne, jeder Schrei, jeder Atemzug erzählt uns eine Geschichte. Wir müssen nur zuhören.

Man kann seine Taten / sein Verhalten nicht abwägen. Die Welt von "Gut" und "Böse aka Schlecht" funktioniert nur in Hollywood...

Wie oft habe ich mich gedanklich in eine gewissen vergangene Situation versetzt und mir gewünscht, ich könnte meinem damaligen Selbst auf die Schulter klopfen und sagen: „Jetzt darfst du ja nicht nachgeben / die Wahrheit sagen / lügen / …“.

So viele Gelegenheiten würde es geben, von denen ich im Nachhinein weiß ich habe sie verpasst.

Und trotzdem finde ich alle Hochs- und Tiefs die ich erlebt habe waren genau richtig. Sonst wäre ich nicht der Mensch der ich heute bin.

In vielen Situationen hätte ich mir mehr Selbstbewusstsein mehr Schlagfertigkeit in meinen Teenagerjahren gewünscht. Nur ist dies eben eine Eigenschaften die man nicht einfach hat, sondern sich erarbeitet. Und das über Jahre.

Was mir immer wichtig war, ist der Umgang mit Menschen. Der Mensch braucht andere Menschen, and so do I. Keine Ahnung, aber viel zu selten habe ich die Dankbarkeit gezeigt die ich vielleicht sollte. Bei meinen Freunden, bei meiner Familie.

Vor allem bei meiner Familie: Diese Freiheit, aber gleichzeitige Sicherheit und diese unerbittliche Unterstützung in all dem was ich mache und gemacht habe, ist nicht selbstverständlich. Mir wird erst jetzt so richtig bewusst, wie aufopfernd und selbstlos sie sind. Und das ist kein Standard „meine Eltern sind so super" Gequatsche. Ich meine es so, Wort für Wort. Sie fanden immer die perfekte Balance zwischen Restriktionen und Freiheiten und haben sich selten eine Schwäche – auch wenn es ihnen noch so schlecht ging – anmerken lassen… *Hut zieh*

Auch meine Sister ist die Beste. So einen herzensguten Menschen gibt’s ganz selten auf dieser von Egoisten und Egozentrikern bewohnten Welt. Oft hab ich mit mir ihr gefetzt und gestritten und trotzdem kann sie mir selten eine Bitte ausschlagen… Ich sollte das vielleicht nicht so oft ausnutzen :).

Ohne meine Freunde, wäre meine Welt genauso leer wie ohne meine Familie. Sie haben mir mehrmals den Rücken gestärkt und mir aus der Scheiße geholfen, ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein. Thanks mates.

Nachdem ich diese Burschen von dreiunzwanzig Jahren, zehn respektive dreizehn Jahre kenne und mit ihnen somit mehr als mein halbes Leben (und alles Freud und Leid) geteilt habe, sind sie für mich schon längst wie Brüder.

Shit, ich dachte nicht, dass der Eintrag so sentimental wird *g*.

Doch es gibt noch einen weiteren Aspekt in meinem Leben, der mich mehr als nur geprägt hat. Obwohl ich nie der „Mega-Checker“ in Sachen Frauen war, begleiteten sie mich doch ständig in der einen oder anderem Form, ab meinem dreizehnten Lebensjahr. Für einen Mann wird das Leben durch Frauen erst richtig Lebenswert. Da wird die männliche Leserschaft jetzt durchgehend nicken, schätze ich.

In all den Jahren hab ich viel von ihnen und durch die verschiedenstartigen Beziehungen mit ihnen gelernt. Ich habe verarscht und wurde verarscht, ich habe verletzt und wurde verletzt, ich ‚zauberte’ Mädels Tränen in die Augen und hab auch selbst schon mal was im Auge gehabt, sodass es so aussah als würde ich heulen (;)). Trotz (oder gerade wegen) der nicht so angenehmen Momente, war es pausenlos spannend und aufregend.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Mädels bedanken, die ich kennen lernen durfte… (tschuldigung, wer mich jetzt mit dem depperten Grinser sehen könnte, würde mir eine reinhauen… *in Erinnerung schwelg*)

Also danke an: S., A., J., E., E., S., S., P., E., M., S., E., H., S., B., K., S., A., D., E.,... ;) leider fallen mir bei weitem nicht mehr alle ein.

Ich blicke auf mein Leben keineswegs reumütig zurück und denk mir: „Ach, was war ich denn naiv“, denn alles was man aufnimmt (in welcher Form auch immer), verändert einen. "Menschen ändern sich nicht, sie werden nur älter", heißt es.

Ich glaube Menschen ändern sich ständig und merken es nicht....

Die Frage stellt sich momentan in allen Medien, warum man überhaupt vom klassischen Tagebuch, in den Hype des Bloggens verfallen kann, und seine Gefühle und Gedanken mit einem meist unbekannten Klientel an Menschen teilt. Auch ich wollte nich auf diese Schiene aufspringen (deswegen ist sa.at auch erst 2006 entstanden) und beäuge es nach wie vor sehr kritisch, obwohl es vermeindlich so aussieht, als gäbe ich viel von mir Preis.
Nebenbei führe ich jedoch noch ein 'klassisches' Tagebuch. Meiner Meinung nach kann man die beiden Arten des Schreibens / Publizierens nicht annähernd vergleichen. Während in den Blogeinträgen vieles mit einem Augenzwinkern versehen ist, ist das Offline-Tagebuch eine kritische Reflexion mit mir selbst, dessen Inhalt nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist und den auch keiner verstehen würde.

Jedenfalls, wenn ich nur ein kleines Schmunzeln während des Lesens auf die Lippen zaubern konnte, dann waren die zehn Minuten investierte Zeit, nicht umsonst, oder?

Und niemals vergessen:
"Es sind nicht die Jahre des Lebens, sondern das Leben in den Jahren"


An den Nagel hängen

| autor: smi | datum: 07. März 2007 - 21:55 Uhr |

Jawohl, heute war es soweit: Ich hatte meine Schuheinlagen für meine Schuhe bekommen und wirklich: kaum zu glauben, wie schön es ist, gerade zu gehen :)
Und auch beim Training heute spürte ich nicht den geringsten Schmerz in meinem Knöchel. Doch nach ca. einer Stunde passierte es: Ein Tackling - hängengeblieben - umgeknickt. Schon wieder. Diesmal mit dem rechten Fuss. Ich musste das Training wieder vorzeitig beenden. Frustriert. Humpelnd in die Kabine. Ich konnte nur noch den Kopf schütteln. Fluchte die ganze Zeit. Zwar war die Verletzung nicht so schlimm wie im September, aber genug Schmerzen, um nicht mehr laufen zu können.
Wieder pausieren? Keine Ahnung, wie schlimms wirklich ist... mal auf den morgigen Tag warten.



It's not over, until it's over!

| autor: smi | datum: 03. März 2007 - 14:50 Uhr |

Plötzlich war er im Kino: der sechste Teil der Rocky-Saga. Hauptdarsteller Sylvester Stallone, mittlerweile sechzig Jahre jung, wollte es noch einmal wissen. Von vielen belächelt und auch kritisiert, sah ich mir den Film im Kino an. Nur noch wenig konnte ich mich an die fünf anderen Teile zuvor erinnern, da es schon ewige Zeiten her war, dass ich sie gesehen hatte. Aber der Film an sich war genau das, was ich mir erwartet hatte: natürlich kein Kampffilm, wie es auch schon die fünf anderen nicht waren. Mir war natürlich sofort klar, warum viele Meinungen diesen Film als schlecht einstuften: "Zu wenig Action" , "Stallone zu alt" etc. Aber im Film steht ja nicht der Kampfsport im Vordergrund. Vielmehr geht es um den Underdog, der den unglaublichen Aufstieg vom Nichts zum Superstar schafft, durch Ehrgeiz und dem unbedingen Willen, am Tag X seine Chance zu nützen. Rocky I, mit drei Oscars bedacht, schrieb Stallone in drei Wochen und erzählt den Beginn des Aufstiegs des jugen Rocky Balboa, der in einem Armenviertel in Philadelphia lebt.
Apollo Creed, Schwergewichtsweltmeister, sucht einen Ersatzgegner für den Titelkampf, da sein eigentlicher Gegener sich beim Training verletzt hatte. Rocky bekommt seine Chance auf den Titel und bereitet sich
auf den Kampf seines Lebens vor, den er (noch) nicht gewinnen kann. Die weiteren Teile zeigen die besten Kämpfe des mittlerweile im Wohlstand lebenden Weltmeisters Balboa, welche aber im fünften Teil durch
einen Betrüger seinen gesamten Reichtum verliert und wieder dort landet wo alles anfing. Als Weltmeister abgetreten, trainiert er einen Newcomer, seinen "Klon" wie die Presse schreibt. Viele sehen in Tommy Gun, seinem Schützling, die Reinkarnation von Rocky, der als Weltmeister zwar abgetreten war, an seiner Beliebtheit jedoch nichts eingebüßt hat. Gun jedoch wird ungedulig und unterschreibt einen Vertrag beim größten Promoter im Boxsport der ihm den Titelkampf verspricht. Er trennt sich von Balboa als Trainer und gewinnt den Titel. Doch die Presse setzt Gun unter Druck, beschwichtigt ihn, keinen Gegner gehabt zu haben, ein Kampf gegen Balboa soll stattfinden. Er fordertRocky auf offener Straße auf, gegen ihn anzutreten. Balboa verprügelt ihn und tritt ab.
Aja, richtig, ich hab ja erwähnt, dass ich mich an die letzten Teile nicht mehr so gut erinnern kann und dann sowas? Sehr zu meinem Erfreuen bekam ich von meinem Schatz alle fünf Teile ("The Rocky Anthology")
auf DVD. So konnten wir uns die komplette Vorgeschichte ansehen. Siebzehn Jahre waren seither vergangen, Rocky sichtlich gealtert und trotzdem mit dem Herz des jungen Balboa, dem Italian Stallion, wie er genannt wurde, sieht in einem Interview mit dem aktuellen Weltmeister eine Computersimulation seiner selbst gegen ihn, wo er als Sieger hervorgehen würde. Er beschließt, den letzten Kampf seines Leben zu bestreiten. Schlussendlich kann er als einziger über die ganze Distanz gegen den aktuellen Champ gehen und verliert knapp nach Punkten. Doch dass ist nicht wichtig, schließlich musste er sich es selbst noch einmal beweisen. Persönlich muss ich sagen finde ich die ganze Filmreihe eine schlichte Sensation, zumal man über die schauspielerischen Leistungen diskutieren kann, die Geschichte aber unübertroffen ist.
Allein schon die Trainingseinstellungen sind Kult die Musik sowie einige Zitate wie : "AAAAAAAAAAidrian", "Es ist erst vorbei, wenns vorbei ist! - Ist das ein Spurch aus den achzigern? - Nein wohl eher aus den siebzigern."

Go on! With heart and fire!