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Ich kann mein Glück noch gar nicht fassen. Bin sprachlos... vor Freude, vor Euphorie... DAS ist das BESTE frühzeitige Geburtstagsgeschenk aller Zeiten...
Danke Lukas. Ich kenn dich zwar nicht, und du mich nicht, aber danke. Wärst in meiner Nähe würd ich dich drücken (auf die männliche, nicht schwule Art natürlich ;))...
Wenn man etwas wertvolles verliert und nie mehr wieder findet, auch nach intensiver Suche nicht bekommt, dann verliert man irgendwann die Hoffnung. Nicht so bei diesem Lied. Bei dieser Version...
Gerade eben hab ich die LIVE VERSION von FINALLY - gesungen von Glen Hansard in der FM4 Morning Show vor über 1,5 Jahren - bekommen... Mad World und Hurt (von Gary Jules respek. Johnny Cash) sind die anderen zwei Songs die in dieser Liga spielen. Aber diese Interpretation von Finally..... Wahnsinn.... Kein Lied versetzt mich in eine derartige - körperlich wie emotionale - unfassbare Stimmung... mir läuft's jedesmal kalt den Rücken runter. Eiskalt. Und ich lasse sofort ALLES stehen und liegen (wer mich kennt, der weiß, dass ich selten etwas sofort stehen und liegen lasse) und höre nurmehr, nein, ich genieße...
*seufz*
P.S.: Am Samstag spielen die fünf irischen Burschen im Orpheum in Graz. Ob ich dort bin, habe ich noch nicht entschieden. Denn genau an diesem Tag ist das Finale des Poker Master... verdammt...
Related Links:
"P.P.S.: Und nein, smi und ich haben keinen internen Kontest laufen, in dem es darum geht, wer die ärgeren Verletzungen davonträgt. (Da hab ich nämlich schon längst gewonnen: Ich hatte mal einen Ast im Aug', aber DAS ist eine andere Geschichte...)"
Beim letzten Eintrag von itchy musste ich lachen: Man könnte wirklich meinen, dass wir einen internen Kontest laufen hätten, wer am schlimmsten zugerichtet werden kann, ohne dabei draufzugehen.
Diejenigen, die mich besser kennen, wissen, dass seit dem ich drei Jahre alt bin schon jede Menge Stunts gerissen habe, und ein AST im Auge ... naja, alles schön der Reihe nach. Hier meine persönliche, chronologisch sortierte Liste "out of hell injuries":
Sommer 1986: Meine Mutter bügelt auf der hauseigenen Bügelmaschine. Das ist ein Konstrukt das eine Walze besitzt, auf die eine brennheiße Metalloberfläche gepresst wird und durch welche die Wäsche gewalzt und somit gebügelt wird. Nachdem ich dort meine linke Hand mal "reingetestet" hatte, lautete die Diagnose: Verbrennung der Haut auf vier Fingern bis zu den Knochen und eine großflächige Vernarbung die man heute noch schön sehen kann (sieht aus, als wäre meine linke Hand 85 Jahre alt).
Winter 1991: Das Gelände vor unserem Haus ist für einen Jungen im Alter von acht Jahren doch ziemlich steil. Das beste Terrain also, um eine ultimative Schanze für einen Skisprung zu bauen. Einer Anlauflänge
von 30 Metern folgt ein Schanzentisch, der sich mit einer Freestylerampe vergleichen lässt, für den man einen Waffenschein braucht. Mit Skistöcken(!) in der Anlaufspur folgte ein moment des Zweifels, ehe
meine Skier kerzengerade in den Boden am Schanzentisch verschwinden, sich aus der Bindung lösen und einer davon mir meinen Hinterkopf durchschlägt. Blutüberströmt mein erster bewusster Besuch im LKH. Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Mehre Stiche am Hinterkopf und eine längere Narbe bleiben.
Sommer 1992: Meine beiden Cousins und ich hatten auf einem Baum in der Höhe von sechs Metern mit dem Bau einer Baumhütte begonnen. Nachdem der Boden und eine Seitenwand fertiggestellt waren, durfte ich mal ran und testen, wie gut der Boden hielt. Keine gute Idee. Ein Brett war an einem Ende nur einen Zentimeter dünn, genau dieses Brett erwischte ich als erstes. Das Brett brach, die Trägerlatten des Bodens auch (mir bis heute ein Rästel warum genau bei mir). Die Hütte senkt sich auf die Seite, ich fliege über der Seite hinunter in die Tiefe, schlage im Nachhinein gesehen glücklich zwei Mal an einem dickeren Ast mit dem Rücken auf bevor ich entgültig am Boden neben meinem verdutzen Cousin aufschlage, die Hütte zwei Meter neben mir. Die Diagnose im Krankenhaus: Schädelbruch über dem rechten Ohr mit einer Länge von rund zehn Zentimeter, eine schwere Gehirnerschütterung und mehrere Prellungen. Zweieinhalb Wochen Krankenhaus, Physiotherapie.
Winter 1994: Wieder eine Schanze. Diesmal schon eher vergleichbar mit einer normalen Sprungschanzen, die eher auf Weitenjagd denn auf Höhenjagd ausgelegt ist. Der Absprung perfekt senkt sich während des Flugs ein Ski, welcher den Boden berührt und mich straight back to earth bringt. Armbruch, Elle und Speiche durchtrennt, mehrere Wochen Gips.
Winter 1996: Nein, keine Sprungschanze. Der gute, alte Schlitten, Gefährt der Hölle. Nach einem Verkanter verlasse ich den Schlitten ungewollt, meine nachkommenden Schwestern hatten leider keine Möglichkeit mehr, mir auszuweichen. Der "Hobel" erfasst mich an der Seite, mein Kopf schlägt gegen einen Baum. Ein Jochbeinbruch und eine durchbissene Wange an der Innenseite waren die Folge. Und eine Woche Krankenhausaufenthalt.
Sommer 1999: Unglaublich aber wahr: bis dahin hatte ich noch keine ernsthafte Verletzung beim Fussball erlitten. Doch das sollte
sich ändern. Nach einem Kopfball setzte ich zur Landung an. Kurz vor der Ankunft am Boden grätschte mir ein Gegenspieler derart in den rechten Knöchel, dass dieser umknickte und ich direkt am Knöchel landete und mir somit 2 Bänder abriss. Mehrere Monate Pause.
Frühjahr 2000: Als ich das Klassenzimmer nach einer Pause betrete trifft mich eine Querfliegende Falsche, die ihren Weg wo auch immer hin, nicht fand und mich am Kopf traf. Bitter, dass zu dieser Zeit meine Haarpracht schon sehr aus- geprägt war und dass nun MITTEN am Kopf die Haare wegrasiert werden mussten, weil ich dort genäht werden musste.
Danach brach diese unheimliche Serie ab. Bis letzten Herbst, wo - wie bekannt - nach einem Umknicker der linke Knöchel in Mitleidenschaft gezogen wurde. Und einen Ast im Aug - nein, den hatte ich noch nicht. Wäre mir aber ab und zu sogar
lieber gewesen :)
PS: Nein, es ist WIRKLICH KEIN Wettbewerb, den Itchy und ich da veranstalten ;-)
Spulen wir zwei Jahre zurück.
2005, bei den hiesigen Bezirkswinterspielen wollte ich mein Glück im Snowboardbewerb austesten. Nachdem smi und ich bei Ankunft kurzerhand von einem - soweit ich mich erinnern kann - ungarischen Staatsbürger, (damals noch im roten Gölfi), in die Böschung gedrängt wurden, fing der Tag ja schon mal herausragend an...
Schock überwunden, fehlender Lack wurde kleingeredet. Der Verursacher war sowieso schon von Dannen gezogen... Egal, genießen wir einen herrlichen Skitag- und bewerb...
Nix da,
beim Probelauf verließ mich meine Kante und ich musste mich mit der
linken Hand abfangen. Dabei vergaß ich einerseits auf den üblichen
Handgelenksschutz und andererseits, darauf, dass so eine Eisplatte
selten nachgibt. Meiner Einschätzung nach, war das natürlich eine
klassische Prellung, nachdem ich aber nicht Humanmedizin studiert habe,
war meine Einschätzung so falsch wie unnötig...
Natürlich war die Hand gebrochen. Nein, falsch, nicht die Hand. Ein
Handwurzelknochen. Das Kahnbein. Der - wie mir versichert wurde - am
langsamst zusammenwachsende Knochen im ganzen Körper. In der Ambulanz
in Voitsberg hatte ich natürlich noch keine Ahnung und als der Dr. mir
mitteilte, dass nun 12 (! ich wiederhole zwölf) Wochen
Gipstragerei anstünden, glotzte ich ihn mit dem berühmten Mundl - "wüst
du mi veroaschn" - Ausdruck an. Ein kurzes Lächeln meinerseits, dem ein
gewagtes aber solides "Jo sicher?!" folgte. "Ja Hr. M. da hattens
Glück, dass der so schen brochen is, sunst hätt ma Stück aus dem
Hüftknochen operieren müssen und ihnen im Handgelenk einsetzen". Jetzt
erst recht:"WTF?!".
Tat ja gar nicht so weh... was soll der Mist...
Jedenfalls verheilte mein Knochen wegen guter Führung schnell (trotz
eines Snowboardswochenendes mit Gips) und nach ein einhalb Monaten
konnte ich mich wieder richtig waschen (ihhhh)...
Springen wir in die (beinahe) Gegenwart.
2007, körperlich (fast) topfit
in freudiger Erwartung auf das traditionsreiche Hallenfußballturnier.
Minimalistisch kämpften wir uns über die Vorrunde und
bekamen im Viertelfinale "Kemetberg" als Gegner. Alles andere als eine
leichte Übung, vor allem nicht nach der Leistung die wir bis dahin
gebracht hatten... In der Mitte des Spiels deckte ich den Ball an der
Bande ab. Konzentriert auf meine Ball-Bein Koordination ließ ich außer Acht, dass
ich mich noch immer abstützte (die Handmuskulatur dabei aber nicht angepspannte). Unglücklicherweise beschloss mein Gegner
(natürlich nicht mit Absicht) sein Gewicht auf meinen Ellebogen zu
verlagern, was zu einem verdrehten Ringfinger führte der diesen Druck sogleich an die Hand weiterleitete.
Wieder berief ich mich auf meine grandiose Einschätzung und stufte es
als Prellung ein und spielte noch das Halbfinale und Finale (wir wurden
übrigens Zweiter... und das nicht unverdient (meine damit: der zweite Platz war verdient)...
Tags darauf überlegte ich, ob es eine gute Idee wäre, sich in die Ambulanz zu mühen um sich durchchecken zu lassen. Ja, gut, hilft eh nix. Obwohl ich fast keine Schmerzen hatte, war da ein mulmiges Gefühl... und auf das sollte man hören.
Es stellte sich heraus dass der Mittelhandknochen in Verlängerung des Ringfingers gebrochen war. Wieder mal das "WTF" Gsicht aufgsetzt: Gibt's net, tuat gar net weh... 3 Wochen Schiene... und das wo ich das erste Kapitel der Diplomarbeit fertigstellen wollt... SPITZE...
Jedenfalls hier meine Frage: Kommt's mir nur so vor, oder brechen meine Knochen ziemlich leicht? :)
P.S.: Nein, das ist nicht meine Hand. Mein keiner Finger ist gerade *g*. Hab nur die Stelle gekennzeichnet, wo meine Pfote ab ist.
P.P.S.: Und nein, smi und ich haben keinen internen Kontest laufen, in dem es darum geht, wer die ärgeren Verletzungen davonträgt. (Da hab ich nämlich schon längst gewonnen: Ich hatte mal einen Ast im Aug', aber DAS ist eine andere Geschichte...)
P.P.P.S.: Eine Bänderüberdehnung hab ich auch mit auf die Reise bekommen. Fibula unterm linken Knöchel nennt sich der Spaß... Ein Dank dem 'eifrigen' Hirschegger Feldspieler... :rolleyes:
Momentan mein absolutes Lieblingslied- bzw. video. Es hat ein bißchen gebraucht bis mir das letzte Muse Album schlussendlich doch gefiel... Nicht unwesentlichen Anteil daran hatte Knights of Cydonia...
Nicht nur musikalisch sondern auch textuell ein Meisterwerk... Untermalt mit einem herrlichen sci-fi-western Video, das durch Charme und Witz brilliert ... Was bleibt da noch zu sagen, but: "press the play button"
Come ride with me
Through the veins of history
I'll show you how god
Falls asleep on the job
And how can we win
When fools can be kings
Don't waste your time
Or time will waste you
No one's gonna take me alive
The time has come to make things right
You and I must fight for our rights
You and I must fight to survive
No one's gonna take me alive
The time has come to make things right
You and I must fight for our rights
You and I must fight to survive
No one's gonna take me alive
The time has come to make things right
You and I must fight for our rights
You and I must fight to survive

Gut fünf Monate nach meiner Verletzung am Fuss hab ich es anscheined wieder übertrieben: Der Fuss schmerzt, ist wieder geschwollen und der Frust wird immer größer. Dabei hatte ich vor dieser Verletzung endlich das Gefühl, wieder vollkommen fit zu sein, da ich ja schon einige "Haverien" mit dem Knie hatte, und immer die eine oder andere Zerrung mit mir rumschleifte. Endlich ausgeheilt und konditionell gut drauf passierte es. Da ich seit mehreren Wochen wieder trainierte, schien alles wieder in Gang zu kommen. Doch seit Samstag plagen mich wieder Schmerzen beim Laufen. Schon frustrierend, wenn es einfach nicht so geht, wie man will. Ich muss halt einsehen, dass es noch einige Zeit brauchen wird, bis dieses ganze Thema so halbwegs überstanden sein wird...
In den letzten drei bis vier Wochen träume ich so intensiv wie noch nie. Es sind vielleicht nicht wirklich Albträume (ich bevorzuge irgendwie die alte Schreibweise "Alpträume", weil mir die neue einfach Tränen in die Augen treibt, aber scheinbar ist die 'neue' überall eingebürget), aber die zu überschreitende Schwelle ist nicht wirklich groß. Liegt es an irgendwelchen Ereignissen? Unverarbeiteten Geschehnissen? Nicht dass ich wüsste... zumindest nicht bewusst. Etwas scheint in mir zu graben. Leider kann ich den Verursacher auch nicht wirklich genauer einkreisen, da meistens alle mir bekannten Personen in unterschiedlichen Rollen auftauchen und die Charaktere sich während des Traumes ebenfalls ständig ändern. Sehr sick, das Ganze. Witzigerweise sind mir die Schauplätze ebenfalls bekannt, nur passen sie überhaupt nicht zum Szenario.
Wo ist der gute, alte Siggi, wenn man ihn mal braucht. Sollt vielleicht mal doch seine Traumdeutungsreihe lesen, die bei mir im Zimmer hauptsächlich als Staubfänger agiert.
Frage an die seriöse Forschung und Wissenschaft: Wann wird endlich ein Gerät erfunden um seine Träume aufzuzeichnen? Damit würden Filme und Kino glaub ich überflüssig werden... holla...
Dachte ich wirklich es wäre alles in Ordnung?
Wie konnte ich nur. Dabei weiß ich doch schon seit Jahren, dass ein ständiger Zustand der Zufriedenheit in mir, alles andere als Zufriedenheit auslöst.
Im Gegenteil, Zufriedenheit wird von mir ständig kritisch von der Seite beäugt.
Dabei hätt’ ich doch wirklich Grund zu Freude: Das Praktikum ist beendet, die Diplomarbeit beim Durchstarten, gesundheitlich fühl ich mich pudelwohl…
Trotzdem. Irgendwas passt nicht. Es ist wie „der kleine Kratzer am Gaumen, der verheilen würde, wenn man nur aufhören könnte, ständig mit der Zunge daran rumzuspielen“.
In letzter Zeit habe ich mich sowieso wieder in meine wortkarge Lethargie verkrochen. Kurzzeitig überwältigen mich solch depressive Phasen und ich kann nichts dagegen machen. Sie kündigen sich – unfreundlicherweise – auch nicht an. Könnte alles mit einem kleinen psychischen Schaden zu tun haben. Denk ich mir als Hobbypsychologe jetzt einfach mal. Dass ich damit nicht alleine bin, beruhigt mich nur vordergründig.
An einem Tag so gut drauf, dass - wäre ich von einem Auto überrollt worden – hätten die Rettungskräfte mich überraschenderweise mit einem Lächeln auf den Lippen vorgefunden.
Am nächsten kehrt sich die innere Stimmung ins Gegenteil und es pisst mich sprichwörtlich alles an. Egal wer mir da in die Quere kommt, der bekommt sein Fett weg. Vor allem ich selbst. Überbordende Selbstkritik. Ständig kreist sie wie ein gefräßiger Geier über meinem Haupt.
Dieses dauernde Hin- und her ist vielleicht das signifikanteste Zeichen meiner vorhandenen Inkonsequenz bei gewissen Dingen. Sprich, ich kann mir nicht einmal ein dauerhaft schlechtes Gewissen einreden / machen. Es wird am nächsten Tag / im nächsten Moment von einem Schwall überschwänglicher Glückgefühlen weggespült. Ich schieb es mal auf die Hormone, obwohl ich aus der Pubertät schon seit einigen Jährchen draußen bin ;).
Mir kommt es so vor als befände ich mich momentan an einem wichtigen (nicht nur wegen dem hoffentlich baldigen akademischen Abschluss) Punkt der ausschlaggebend für mein weiteres Leben sein wird.
Zum ersten Mal im Leben, leb’ ich nicht nur passiv, ich fange viel mehr Zusammenhänge zu sehen, viel mehr zu erfassen. Durch diese Aspekte ist es mir auch möglich in gewissem Maße steuernd einzugreifen. Die Scheuklappen sind abgelegt: Komm’ her wirkliche Welt.
Die Stimmungsschwankungen resultieren wahrscheinlich auch aus der Tatsache, dass mir mit jeder Sekunde klarer wird, was der Satz „es sind nicht die Jahre des Lebens, sondern das Leben in den Jahren“, zu bedeuten hat. Natürlich verstehe ich ihn semantisch. Aber was es heißt, diese (für mich ist es eine) Philosophie wirklich zu leben, durchdringt mich momentan sehr stark.
Weniger als eine Woche habe ich nicht wirklich was mit Menschen unternommen, sehr wenig Konversation betrieben (aufgrund von Recherche-Tätigkeiten für meine Diplomarbeit und anderen Dingen), bin am Wochenende nicht fort gegangen und… und… es bringt mich fast um. Das ist jetzt bewusst drastisch formuliert. Ich kann es selbst kaum erfassen. In den letzten Wochen, war ich kaum einen Tag wirklich zu Hause / wirklich allein. Nach meiner Erfahrung kamen mir 3 -4 Tage für mich gerade recht. Dachte ich zumindest. Mich auszutauschen, unterwegs zu sein, zu reden, Spaß zu haben, neue Leute kennen zu lernen, zu diskutieren, zuzuhören, zuzusehen… dies alles wird zur Leidenschaft von der ich nicht mehr loslassen kann. Warum ich das gerade jetzt so stark, so prägend empfinde, weiß ich auch nicht. Es gefällt mir. Ich will mehr.
Diese Leidenschaft steht allerdings im krassen Gegensatz zu
meiner anderen – mehr oder weniger neu entdeckten – Passion. Dem Schreiben.
Dass „die Feder mächtiger als das Schwert ist“, war mir natürlich auch bekannt.
Was es jedoch wirklich bewirken kann überrascht mich immer wieder. Vor allem
seit ich ein bisserl über Karl Kraus
gelesen habe. Zwar war es eine komplett andere Zeit, wenn nicht andere Welt,
aber sich damals kein Blatt vor den Mund nehmen erforderte sicherlich mehr
„Eier“ als heutzutage. Würde er heute Leben wäre er bestimmt Blogger, obwohl’s
ihm jetzt schon wieder zu wenig avantgardistisch wär’.
"Satiren, die der Zensor versteht, werden mit Recht verboten." - Fackel
309/310 40; Pro domo et mundo
Einer der
exzentrischsten und kritischsten Zeitgeister der österreichischen
Literaturgeschichte. Mit solch einem Geiste mal im Ledercouchsessel bei einem
Zigarillo und schwarzen Kaffee diskutieren, des wär’s. Oder nur eine seiner
Vorlesungen besucht zu haben.
Oder nehmen wir Helmut Qualtinger, dessen „Herr Karl“
ja weitläufig bekannt ist, führt dem Durchschnittsbürger den Spiegel vor’s
Gesicht und persifliert wunderbar wankelmütige Sinneshaltungen. Trotz älteren
Inhalts, lässt sich das genauso, wenn nicht mit noch durchdringender Schärfe
auf das Heute abbilden. Das „Fähnchen in den Wind stellen“, ist immer noch eine
beliebte Disziplin.
Es bleibt in diesem
Eintrag nicht verborgen, dass meine Gedanken derzeit kreuz und quer durch
meinen Kopf marschieren. Sie wollen raus, sie wollen auf verständigen Widerhall
treffen und nicht ungehört in der Ferne vergehen.
Obwohl ich mit
meiner Entscheidung des Studiums derzeit sehr wohl fühle, und auch nicht
unzufrieden darüber bin (wer mich kennt der weiß, ich habe schon anders
gedacht), drängt in mir etwas in eine andere Richtung. Die Verknüpfung von
Wirtschaft und Technik interessiert mich nach wie vor brennend, ist aber durch
weitere Aspekte bereichert worden. Darauf gehe ich aber ein anderes mal ein,
das würde den Rahmen des Eintrags sprengen.
Bezugnehmend auf die derzeitige Klimadiskussion und die abgesegnete (bzw. eigentlich im deren Auftrag durchgeführte) Studie der UNO, wird’s auch noch was geben. Bin mir ziemlich sicher, die Gretchenfrage des Klimaproblems adäquat beantworten zu können. Seid gespannt.
Höre atm: „Eagles of Death Metal – Want you so hard“, ansonsten "Arcade Fire", "Franz Ferdinand", "Johnny Cash", "CCR", viel "Pink Floyd", "The Good, the Bad and the Queen", "Desert Sessions", "Rockabillystation @ Pandora"
Lese atm: „Theorie der Unbildung“ , „Don Quixote“, „Data Warehousing Strategie“,…
Upcoming: Morgen
kicken? DA weitertreiben? BP Berichte schreiben?! BP Präsentation vorbereiten?!
DA Zeitplan überarbeiten?! Utensilien einkaufen?! Gedanken machen über das
Leben, das Universum und den ganzen Rest? Blogengine überarbeiten?! Lj Seite
endlich fertig umbauen?!... *seufz*
P.S.: Mir fällt gerade auf, nach ungefähr sechs Monaten "silentalarm.at", dass ich noch extrem wenig zu meinen Lieblingsthemen "Musik" und "Moving Pictures" geschrieben habe. Im großen und ganzen fällt mein Mitteilungsbedürfnis im Blog geringer als erwartet aus. Sollt sich ändern. Notiz an mich: Muss sich ändern...
P.P.S.: Freu mich schon gewisse Leute wieder zu sehen. Zeit wird's :)
P.P.P.S: Mach dich endlich wieder an die DA. Fauler Sack.