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Mad World

| autor: Itchy | datum: 20. Oktober 2006 - 20:59 Uhr |

momentan bei mir im repeat mode;


All around me are familiar faces
Worn out places
Worn out faces
Bright and early for the daily races
Going no where
Going no where
Their tears are filling up their glasses
No expression
No expression
Hide my head I wanna drown my sorrow
No tomorrow
No tomorrow
And I find it kind of funny
I find it kind of sad
The dreams in which I'm dying are the best I've ever had
I find it hard to tell you
I find it hard to take
When people run in circles it's a very very
Mad world
Mad world

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Danke Opa

| autor: Itchy | datum: 16. Oktober 2006 - 00:34 Uhr |

Alles andere im Leben ist plötzlich so unbedeutend.

...wenn du am Krankenbett stehst und deine Mutter, mit Tränen in den Augen und vom emotionalen Schmerz gebeutelt, die nur mehr aus Haut und Knochen bestehende Hand ihres Vaters hält.

...wenn du selbst diese Hand deines Großvaters hältst und dir all die Erinnerungen die dich mit diesem Menschen verbinden, durch den Kopf schießen.

...wenn du deine starke Großmutter siehst, wie sie versucht ihre Trauer zu überspielen um keine Schwäche zu zeigen...

...wenn deine kleine, gerade mal drei Jahre alte Großnichte vor deinen Augen ihren Vater weinend umarmt und ihn fragt warum da Uropa nimmer gsund worden ist und warum er net wieder kommt...

...wenn dir plötzlich bewusst wird, was dieser Mensch eigentlich geopfert hat, nur damit andere zufrieden leben konnten und du ihm nie gedankt hast?

...wenn du aufwachst und hörst: "Opa ist heute Nacht gestorben".

...wenn dich ein Mensch, der dir wichtig war, verlässt.

Alle anderen Probleme wirken mit einem Schlag so lächerlich.

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Anno dazumal

| autor: smi | datum: 15. Oktober 2006 - 13:01 Uhr |

Wieder war es mal soweit: Samstag, man überlegt, was man am Abend so treibt, und so kommt es, dass man entschließt, sich zu einem der dutzend Feste zu gehen, die sich jährlich in unserem Bezirk ereignen.

Mal abgesehen, dass dort gestern sowieso nicht viel los war, merkt man, dass man schon deutlich älter ist, als die meisten anwesenden im "Keller", dort, wo halt "da Kroch" ist und wo die "laute" Musik spielt. Aber Itchy hats ja beschrieben: Ging man früher mal weg, um neue Leute zu treffen, steht man jetzt meistens in Gesellschaft der besten Kumpels und quatscht und trinkt halt in bestbekannter Atmosphäre. Aber wen will man dort auch neu kennenlernen? Die, die man nicht kennt, sind halt sieben, acht Jahre jünger als man selbst, ansonsten halten sich - wenn auch eher spärlich - eh diejenigen auf, die man schon zu den Zeiten kennengelernt hat, wo man selbst nicht älter war als sechzehn, siebzehn.

Dennoch hatten wir - sinnesgetrübt von diversen Getränken - einen Spaß, vor allem, weil man mit Itchy ja herrlich sinnlos quatschen kann und es einem auch nach stundenlanger Diskussion es einfach nicht zu blöd wird, von alten Zeiten zu quatschen, wo man selbst erst auf ein paar wenigen Veranstaltungen war, und alles noch interesant und neu war.

Aber vielleicht wars einfach nur deshalb, weil generell zu wenig Leute waren. Oder deswegen, weil ich mit einer Hirnhälfte schon an Montag gedacht hab, wo's ja mit dem neuen Job losgeht. So far, so good...


Schild-Bürger

| autor: smi | datum: 12. Oktober 2006 - 19:22 Uhr |

"Blöde Leute sollten Schilder tragen auf denen steht: "Ich bin blöd!"
Dann würde man sich nicht darauf verlassen, oder? Du würdest sie nichts fragen.
Es wäre wie "Tschuldigung, ich....äh, vergiss es. Hab das Schild nicht gesehen."
Man wüsste zumindest, was auf einen zukommt..."

Hehe, das hab ich mir schon öfter gedacht, und folgende Zeilen könnten aus dem wirklichen Leben sein...

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Die andere Seite des Müncher Oktoberfestes

| autor: Itchy | datum: 03. Oktober 2006 - 19:00 Uhr |

Der Eintrag unten war durchwegs von positiver Stimmung geprägt. Dies stellt eigentlich nur ein Zerrbild der tatsächlichen Geschehnisse dar.

Gezwungenheit und Angewidertheit sind die beiden richtigen Ausdrücke, die eigentlich überwiegten.

Gezwungenheit insofern, da alle mit großer Vorfreude und hohen Erwartungen hingekommen sind, und diese natürlich nicht erfüllt wurden. Das Oktoberfest an sich war faszinierend, aufregend, aber irgendwas fehlte. Oder war es nur der Kater vom vornächtlichen Rausch, der die Sinne trübte?

Gezwungenheit auch, weil jeder im Kopf hatte, dass das eigentliche Endziel "Besaufen" war. Und des kann's ja bitte nicht sein, oder? Es schien so als wäre der Alkohol unabdingbar, als könnten wir nicht mehr ohne. Dieses Verhalten fällt mir sowieso in letzter Zeit häufiger auf. Natürlich nehme ich mich hier nicht aus. Ich trinke genauso mit, denn es scheint schon so selbstverständlich, so normal geworden zu sein und bei diesem Gedanken graut mir.

Ein anderes Phänomen, das am Oktoberfest auch zu beobachten war (in heimischen Gefilden ist's nicht anders), ist dieses (ich nenne es mal) isolierende Verhalten beim Fortgehen. War nicht mal der ursprüngliche Sinn des Weggehens, neue Leute kennen zu lernen? Dieses Paradigma scheint hier auch in gegenteiliger Form fest verankert zu sein.

Hiervon nehme ich mich aus, zumindest versuche ich es. Redet man mal mit "Fremden", wird man sogleich schief angschaut, it's so pathetic...

Angewidertheit am Oktoberfest war vor allem bei den Mädels zu beobachten. Kein Wunder. War sicher keine Freude mit uns gesehen zu werden.

Angewidert war / bin ich auch von mir selbst, weil ich ein Verhalten adaptiert habe, dass ich immer verabscheut habe. Dadurch habe jemanden verletzt. Wieder mal.

Es ist keine Ausrede und auch nicht zu verzeihen / entschuldigen, aber hier vielleicht eine (schlechte) Erklärung: Nachdem mir aufgezeigt wurde (in jüngster Vergangenheit mehrmals), wie die Welt und die Menschen wirklich sind (Stichwort: Ablegen der juvenilen Naivität), muss man einfach egozentrischer, egoistischer, überheblicher, und kälter sein und leben, ansonsten wird man dauernd und von allen gef*ckt. Ich habe meinen Glauben an Aufrichtigkeit, Treue und an meine Vorstellung der Menschen verloren, nein, nicht verloren, ich habe ihn aufgegeben.

"I wear this crown of thorns
upon my liar's chair
full of broken thoughts
I cannot repair
beneath the stains of time
the feelings disappear
you are someone else
I am still right here."


Stellen wir uns mal vor...

| autor: smi | datum: 03. Oktober 2006 - 18:30 Uhr |

... du arbeitest bei der Bezirkshauptmannschaft. Es ist Dienstag. Du bist daf?r zust?ndig, F?hrerscheine auszustellen. Pl?tzlich betritt ein Mann den Raum... (weiter)